Kirche muss beweglich sein!

1.200 Besucher am 23. September beim Herbstmissionsfest der DMG

(zg) „Eine christliche Gemeinde, wie die Bibel sie versteht, muss beweglich sein. Sie geht auf Menschen am Rand der Gesellschaft zu, macht es sich nicht in ihren Räumen bequem und zieht keine Mauern hoch!“ Die Predigt von Missionsleiter Pfr. Günther Beck hatte es in sich. Er sprach beim Herbstmissionsfest der DMG am 23. September auf dem Buchenauerhof vor Besuchern aus ganz Deutschland über die berühmten Worte von Jesus aus dem Johannes-Evangelium, der sich als „guten Hirten“ und „die Türe“ bezeichnet hatte. Beck machte Mut, der Stimme des Hirten Jesus zu folgen und offen auf Menschen aller Couleur zuzugehen.

Der neue Direktor, der die Sinsheimer Mission mit 400 Mitarbeitern weltweit seit Mai diesen Jahres leitet, warnte vor Mauern, die verhindern, dass Menschen glauben: Etwa, wenn Christen Worte wie „Freudigkeit“ verwenden, die niemand versteht. Groll, Unversöhnlichkeit, Undankbarkeit und Selbstgerechtigkeit seien weitere beliebte Mauern, die Menschen abschrecken. Beim Herbstmissionsfest ging es darum, wie solche Barrieren überwunden werden und der Glaube in die Weite führt.

Am eindrucksvollsten schilderte das die neue Missionarin Sofia Schulz. Sie erzählte dem gebannt lauschenden Publikum, wie sie mit einer Gehbehinderung eingesperrt in ihren vier Wänden nichts mehr tun konnte als beten: „Jesus hat mich erhört und Schritt für Schritt geheilt.“ Inzwischen ist die Finnin wiederhergestellt und möchte mit Ehemann Rolf in Japan in der Verwaltung einer christlichen Organisation tätig werden.

DMG-Mitarbeiter Theo Volland beschrieb in einem Seminar, wie Gott seine tiefen Ängste vor Einwanderern überwunden hat. 2015 habe man in Sinsheim ehrenamtliche Helfer gesucht, die sich um die vielen Männer unter den Flüchtlingen kümmerten. „Also habe ich mich fürs Begegnen entschieden“, erklärte Volland. Seither besucht er regelmäßig nach Feierabend Geflüchtete im Kraichgau. „Ich habe so viel Gutes erlebt und Freunde unter Kurden, Syrern, Afghanen und Irakern gewonnen“, berichtete er.

Missionarin Kathleen Quellmalz, die in Tansania das große Straßenkinderprojekt „Safina“ (Die Arche) leitet, hatte eine Gruppe ihrer afrikanischen Mitarbeiter zum Herbstmissionsfest mitgebracht. Wir erreichen jährlich 400 bis 500 junge Leute in fünf Großstädten“, sagten sie. In sieben Pflegefamilien betreut Safina, finanziell unterstützt von der DMG, 73 Kinder. Weitere 200 werden präventiv in ihren Familien begleitet, vom Kindergarten über Schule bis zur Ausbildung und ins Studium. 165 Safina-Kinder haben bereits eine Ausbildung abgeschlossen. Auch der 32-jährige Nico, der neben Missionarin Quellmalz auf der Bühne stand und erzählte, wie sie ihn als 13-Jährigen von der Straße gerettet hatte.

Musikalisch umrahmt wurde das Herbstmissionsfest von Achim Werner und dem Posaunenchor der Ev. Kirche Schmalfeld (Schleswig-Holstein). Werner begeisterte mit seinem sanften, kräftigen Bariton, mit dem er die modernen Lieder unterstrich. „Ich mache Musik, weil mein Herz für Jesus brennt“, sagte er. Die DMG hat auch einen Mitarbeiter aus Argentinien, Sebastian Cabral. Er sang einen Tango zur Gitarre, ein trauriges Liebeslied aus der Volksseele Argentiniens, und erntete großen Applaus.

Parallel beim Lichthaus-Jugendgottesdienst füllten 100 junge Christen die Kapelle in Schloss Buchenauerhof, das zur DMG-Zentrale gehört. Draußen in der Spielstraße erklang lautes Lachen. Kinder durften in zu Flugzeugen umgebauten Schubkarren abheben – nur eine von vielen lustigen Spielideen. Das Herbstmissionsfest war eine gelungene Feier für die ganze Familie mit vielen Impulsen, wie Glaube lebendig wird.

Quelle: Theo Volland

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Veröffentlicht am 30. September 2018, 17:33
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