„Kraichgau muss auch weiterhin „LEADER“-Aktionsgebiet bleiben!“

Informationsgespräch bei der Regionalentwicklung Kraichgau e.V. in Angelbachtal. V.l. Geschäftsführerin Dorothee Wagner, Christian Jung MdL und 1. Vorsitzende und Bürgermeisterin Sarina Pfründer. (Foto: Wolfgang Vogt)

(zg) Zu einem Informationsbesuch beim Verein Regionalentwicklung Kraichgau e.V., deren 1. Vorsitzende die Sulzfelder Bürgermeisterin Sarina Pfründer ist, kam FDP-Landtagsabgeordneter Christian Jung (Wahlkreis Bretten) in die Geschäftsstelle des Vereins nach Angelbachtal-Eichtersheim. Dabei ging es um die Zukunft des „LEADER“-Aktionsgebietes Kraichgau.

LEADER ist ein Förderprogramm der Europäischen Union und des Landes Baden-Württemberg für den ländlichen Raum. Ziel ist es nach Worten von Sarina Pfründer, die ländlichen Regionen sozial, kulturell und wirtschaftlich zu stärken. Besonders wichtig: Entwicklungsinitiative und Projekte sollen von den Akteuren der Region selbst ausgehen. Die Abkürzung LEADER steht für „Liaison entre actions de développement de l´économie rurale“ (Verbindung von Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft).

LEADER zeichnet sich infolgedessen aus durch den Bottom-Up-Ansatz, also einem Projektansatz von unten nach oben. Das bedeutet, dass ausschließlich die örtliche LEADER-Aktionsgruppe über die zu fördernden Projekte entscheidet. LEADER ist nur in festgelegten Programmgebieten möglich. Im Mittelpunkt steht dort eine gezielte Förderung strukturverbessernder und innovativer Maßnahmen.

„Der Kraichgau muss auch weiterhin „LEADER“-Aktionsgebiet bleiben! Das muss das Ziel von allen politischen Entscheidungsträgern im Kraichgau und den beteiligten Kommunen und Ortsteile im Rhein-Neckar-Kreis, dem Landkreis Heilbronn und dem Landkreis Karlsruhe sein“, sagte Christian Jung nach der Vorstellung der 2015 begonnenen Arbeit.

Geschäftsführerin Dorothee Wagner hatte zudem verschiedene Förderprojekte exemplarisch vorgestellt. Mitte Mai 2021 waren sieben weitere Projekte im Kraichgau zur Unterstützung mit LEADER-Fördergeldern ausgewählt worden. Dazu gehören die „InnovationsPartnerschaften Kraichgau“ unter Federführung der Wirtschaftsförderung des Rhein-Neckar-Kreises, die Rad-Rundtouren Sinsheimer Erlebnisregion, Sanitäranlagen für dieOffene Jugend Werkstatt Oberderdingen“ (OJWO) in Flehingen, ein dendrologischer Rundgang für den Schlosspark Eichtersheim, das Rad- und Wanderwegenetz Östringen, die Aussichtsplattform Kleingartach und die Vereinsgaragen Dühren. Für diese sieben Vorhaben werden insgesamt etwas über 240.000 EUR aus dem Fördertopf eingeplant. Die LEADER-Aktionsgruppe schlägt die Projekte zur Förderung vor und blockiert die Gelder. Im nächsten Schritt werden von den Antragstellern die Bewilligungen bei den Landesbehörden beantragt – erst nach dieser formalen Prüfung wird in einzelnen Bewilligungen den Antragstellern die Förderung bereitgestellt. Weitere Informationen gibt es unter https://www.kraichgau-gestalte-mit.de.

Quelle: Wolfgang Vogt

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Veröffentlicht am 16. Juni 2021, 12:39
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