Nazikundgebung hinter (Absperr)Gittern

(cr) Ignoranz war wohl die beste Entscheidung der Sinsheimer Bevölkerung gegen die Nazikundgebung, die weder gehört noch gesehen werden wollte. Die einzigen Zuhörer waren die wenigen Eigenen, teilweise von weit angereisten Mitstreiter der NPD, die zudem noch den Schutz eines grossen Polizeiaufgebotes benötigten. Mit breiter Brust stellten sich die Bündnis 90 / Die Grünen gegen die Veranstaltung, allen voran die Bundestagskandidatin Dr. Edith Wolber, sowie Ulrich Schneider Mitglied des Deutschen Bundestages. Auch das Bündnis für Toleranz war in einer grösseren Zahl angetreten, um die Sinsheimer zu informieren.

Friedlich wurde mit Fahnen, Trillerpfeifen, Hupen und Sprechchören gegen die Redner Stimmung gemacht. Der Unmut war auch in der Bevölkerung zu spüren. Viele wurden erst spät oder gar nicht über diese Kundgebung im Vorfeld informiert. Wir nehmen an, dass somit eine grosse Gegendemonstration verhindert werden sollte. Wieder zeigt sich das Gedankengut der NPD Anhänger hier nicht erwünscht und auch nicht toleriert wird.

(zg) Neonazi-Show heute: ganz harmlos?

Jahrelang haben viele Politiker und Staatsorgane weggeschaut. So können die Neonazis morden, Gewalt ausüben und bedrohen, auch im Kraichgau haben sie eine sehr kleine aber aktive Basis. Der Nationalsozialistische Untergrund war nur die Spitze des Eisbergs. Hier in Sinsheim hat der Gemeinderat 2012 auf unsere Initiative eine Resolution gegen Rechtsextremismus verabschiedet. Für die Mehrheit und den Oberbürgermeister wohl ein Lippenbekenntnis. Vor Jahren  war ihr Auftritt zeitweise entschlossener. Jetzt wurden die Bürger erst ganz kurzfristig von der geplanten Kundgebung der Neonazis informiert, um Gegenaktionen zu verhindern. Das geplante NPD Verbot reicht bei weitem nicht aus, wir müssen den Neonazis überall entgegentreten. Das ist unsere Aufgabe  nach der  Ermordung von Millionen durch der Naziherrschaft aber auch gegenüber den  Opfern der Neonazis der letzten 20 Jahre. Was ist es für ein Signal, vor allem an junge Menschen und Migranten, an Nachkommen der Sinsheimer Naziopfer, wenn die Stadt den Neonazis nicht Kante zeigt, ja sogar den NPD Bundestagskandidaten mit dem Jagdrecht auf Sinsheimer Gemarkung „adelt“…..

Wiesloch hat 2012 mit allen Fraktionen im Gemeinderat und tausenden von Bürgern den Neonazisaufmarsch verhindert, für Sinsheim leider heute undenkbar!  Wir werden uns weiterhin den Neonazis entgegenstellen.  Beteiligen Sie sich/ beteiligt Euch an unserem Netzwerk!  Für Herbst planen wir eine Ausstellung zum Thema „Rechtsextremismus“ zusammen mit einer Schule. Das Vorbereitungstreffen findet demnächst statt.

Quelle: Bündnis für Toleranz Sinsheim

Veröffentlicht am 23. März 2013, 20:05
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