Nepal, drei Monate nach der Katastrophe

In einem nepalesischen BergdorfKathmandu / Sinsheim (zg). „Bitte beten Sie weiter für Nepal. Jetzt – drei Monate nach der Katastrophe – beginnt der eigentliche Wiederaufbau. Die Notleidenden brauchen unsere langfristige Unterstützung.“ Mit eindrücklichen Worten bittet der Asien-Personalleiter des christlichen Missions- und Hilfswerks DMG, Hartmut Peters (Sinsheim), die Christen in Europa, weiter an die Notleidenden in den Erdbebengebieten Nepals zu denken. 14 Distrikte des Himalayastaates sind bei den zwei schweren Beben am 25. April und 12. Mai verwüstet worden. Seither hat die DMG über Partnerorganisationen vor Ort und die nepalesische Kirche Soforthilfe geleistet.

Mehr als 6.000 Haushalte in den Bergen erhielten Nahrung, Zelte, Matratzen, Hygieneartikel, Notunterkünfte und vieles mehr. „Nun liegt unser Schwerpunkt in der Unterstützung des Wiederaufbaus und der Traumaseelsorge“, erklärte Peters. Bisher erhielt die DMG rund 110.000 Euro Spenden für Nepal. Wichtigster Partner vor Ort ist die nepalesische Kirche, die zahlreiche ehrenamtliche Helfer in der Krisenregion hat.

Anzeige SwopperDie Nepalesen sind erstaunlich motiviert. Mitten in einem zerstörten Bergdorf stand eine Frau in ihrem völlig verwüsteten Haus und sagte zu einem der ehrenamtlichen Helfer: „Gott hat zugelassen, dass unser Hab und Gut zerstört worden ist, aber er hat uns das Leben bewahrt – das ist das Wichtigste. Weil die meisten von uns unversehrt geblieben sind, können wir unsere Dörfer wieder aufbauen.“ Dazu benötigen die Nepalesen jetzt gutes Baumaterial, besonders Wellblech für die Dächer. Aus Hilfsgeldern der DMG soll zunächst der Bedarf für 850 Dächer angeschafft, in die Berge gefahren und zum Wiederaufbau der Häuser besonders Bedürftiger eingesetzt werden. Beispielsweise für Behinderte, die zudem langfristig betreut werden. Außerdem will die DMG den Aufbau christlicher Gemeinden fördern.

Um Krankheiten vorzubeugen, ist sauberes Trinkwasser nötig, weshalb einfache, effektive Wasserfilter angeschafft und verteilt werden. Den nepalesischen Helfern, die das Material in die Berge bringen, begegnen viele schwer traumatisierte Menschen. In zwei Kursen konnten mehr als 100 Mitarbeiter der nepalesischen Kirche zu Traumaseelsorgern ausgebildet werden. Sie reisen mit Hilfstransporten in die zerstörten Dörfer und spenden Trost und Hoffnung. Die Kirche in Nepal bittet um Gebet, besonders für die Transportsituation. Noch immer sind viele Straßen nur schwer passierbar, die Fahrer ihrer Lastwagen riskieren ihr Leben, wenn sie Nahrung und Hilfsgüter in die Berge bringen. Ein nepalesischer Pastor schreibt uns: „Danke für Ihre Gebete und Unterstützung. Es ist beeindruckend, wie Ihre Nothilfe die Menschen hier ermutigt und was Gott in Nepal tut.“

Weitere Informationen und Fotos hier:

www.DMGint.de/Nepalhilfe

Spendenkonto der DMG:

IBAN: DE02 6729 2200 0000 2692 04

BIC: GENODE61WIE

Stichwort: P50403 Nepal-Erdbeben

Quelle: Theo Volland

Veröffentlicht am 25. Juli 2015, 08:45
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