Neues von der AVR

Rhein-Neckar-Phosphor-Recycling GmbH & Co. KGEuropaweite Ausschreibung erzielt deutlich günstigeren Bündelpreis

REMONDIS Aqua Stoffstrom GmbH & Co. KG hat sich bei dieser Ausschreibung gegenüber dem Wettbewerb durchsetzen können und ist somit Partner für den Transport und die thermische Verwertung von Klärschlämmen aus kommunalen Kläranlagen im Rhein-Neckar-Kreis

v.l.n.r.: Ralf Czarnecki (Geschäftsführer REMONDIS Aqua Stoffstrom GmbH & Co. KG), Peter Mülbaier und Thomas Brümmer (beide Geschäftsführer Rhein-Neckar-Phosphor-Recycling GmbH & Co. KG)

(zg) Der zukünftige Partner für den Transport und die Entsorgung und Verwertung von Klärschlämmen aus kommunalen Kläranlagen im Rhein-Neckar-Kreis steht fest. Aus einer europaweiten Ausschreibung der Rhein-Neckar-Phosphor-Recycling GmbH & Co. KG ist das Unternehmen REMONDIS Aqua Stoffstrom GmbH & Co. KG als wirtschaftlichster Bieter hervorgegangen. Die jährlich anfallende Klärschlammmenge von mindestens 30.000 Tonnen und mehr als 750.000 Einwohnerwerten war als Gesamtlos ausgeschrieben, die erzielten Konditionen liegen bei mehr als 10 Prozent unter dem Durchschnittsniveau des aktuellen Marktpreises.

Die REMONDIS Aqua Stoffstrom GmbH & Co.KG ist den Kommunen und Verbänden der Wasser- und Abwasserwirtschaft seit Jahrzehnten ein verlässlicher Partner und gilt als ausgewiesener Spezialist auf dem Gebiet der Klärschlammverwertung in Deutschland und dem benachbarten Ausland. „Von der Wassergewinnung bis zur Abwasserentsorgung ist es unser kreislaufwirtschaftliches Ziel, natürliche Ressourcen durch bestmögliches Stoffstrommanagement zu schonen. Mit der Entwicklung innovativer Verfahren helfen wir Ressourcen zu schonen und wichtige Rohstoffe in den Kreislauf zurückzuführen“, sagt Geschäftsführer Ralf Czarnecki und sieht in der bis ins Jahr 2030 verlängerbaren Partnerschaft die Basis für weitere Entwicklungspotentiale.

Für Thomas Brümmer ist der Tag der Vertragsunterzeichnung ein besonderer, weil dadurch die wirtschaftliche Bedeutung des Zusammenschlusses kommunaler Kläranlagenbetreiber sichtbar wird. „Bisher war jede Kommune selbst dafür verantwortlich, ihr Abwasser zu klären, entweder in Form eines Abwasserzweckverbandes oder als kommunaler Eigenbetrieb. Mit dem Zusammenschluss zur Rhein-Neckar-Phosphor-Recycling GmbH & Co. KG ist ein Auftraggeber entstanden, der aufgrund der gebündelten Klärschlammmenge deutlich bessere Konditionen erzielen kann als jeder einzelne, was das Ergebnis der Ausschreibung eindrucksvoll verdeutlicht“, bringt der Geschäftsführer der Rhein-Neckar-Phosphor-Recycling GmbH & Co. KG den Vorteil der gemeinsamen Vorgehensweise auf den Punkt. „Neben den finanziellen Vorteilen war die Entsorgungssicherheit ein wesentlicher Beweggrund für den Zusammenschluss der Kläranlagenbetreiber. Zukünftig wird es jetzt auch verstärkt darum gehen, die angeschlossenen Kläranlagenbetreiber fachmännisch zu beraten und zu unterstützen, um die neue Klärschlammverordnung, die ab 2029 zum Phosphor-Recycling verpflichtet, effektiv und gesetzeskonform umzusetzen“, so Brümmer weiter.

Die Entstehung der Rhein-Neckar-Phosphor-Recycling GmbH & Co. KG

Im Jahre 2016 hatte der Rhein-Neckar-Kreis das Thema Phosphor-Recycling in seine strategischen Ziele aufgenommen und die AVR UmweltService GmbH als kreiseigene Tochtergesellschaft mit der Erarbeitung einer entsprechenden Konzeption beauftragt. Zwei Jahre später setzten die politischen Gremien die „Koordination der Entsorgung von Klärschlämmen und Phosphor-Recycling“ auf die regionale Agenda, im Dezember 2019 wurde die Beteiligung des Rhein-Neckar-Kreises an der öffentlich-öffentlichen Kommanditgesellschaft offiziell beschlossen. Die Gründung der „Rhein-Neckar-Phosphor-Recycling GmbH & Co. KG“ erfolgte im Frühjahr 2020.

Ab der zweiten Jahreshälfte 2019 koordinierte und steuerte die AVR UmweltService Verwaltungs GmbH im Auftrag des Landkreises das neue Projekt. Der Sprecher der Geschäftsführung Peter Mülbaier sieht neben dem ökonomischen Aspekt noch weitere Vorteile in der neuen Strategie. „Phosphor wird hauptsächlich als Dünger in der Landwirtschaft eingesetzt, Deutschland ist in diesem Bereich allerdings mehr oder weniger komplett von Importen abhängig. Klärschlämme enthalten große Mengen an Phosphor. Also kann künftig mit der regionalen und weitergehend mit der nationalen Rückgewinnung dieser Ressource ein bedeutender Anteil des hiesigen Bedarfes gedeckt und die Importabhängigkeiten entsprechend verringert werden“, sieht Mülbaier das Projekt Rhein-Neckar-Phosphor-Recycling GmbH & Co. KG als intelligente Blaupause für eine zukunftsfeste Klärschlammverwertung.

Quelle: Stephan Grittmann

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Veröffentlicht am 22. Oktober 2020, 12:59
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