Plakatstrecke regte zum Nachdenken an

In Armut aufzuwachsen bedeutet nicht nur, über wenig Geld zu verfügen, sondern auch schlechtere Bildungschancen und höhere Gesundheitsrisiken zu haben sowie ausgeschlossen zu werden. Darauf machte der SPD-Stadtverband am 25.5.2013 einmal mehr aufmerksam. Neben der Plakatstrecke weckte eine weitere Aktion das Interesse der Besucher. Auch unser Flyer über die Altersarmut fand großes Interesse und ließ viele Passanten stoppen und regte zum Nachdenken an. An der Plakatstrecke entlang der Elsenzbrücke diskutierten die Passanten unterschiedlichster Altersgruppen rege miteinander, das war unser Ziel.

Deutschland ist eines der reichsten Länder der Erde. Noch nie war unser Wohlstand so groß wie heute. Die große Mehrzahl der Kinder hat sehr gute Chancen, sich gesund und mit guter Bildung zu entwickeln. Dies ist gut, denn Kinder sind unsere Zukunft und das Fundament unserer Gesellschaft. Mit Sorge müssen wir allerdings feststellen, dass die Chancen eines Kindes auf Bildung, gesunde Entwicklung, Teilhabe und Selbstbestimmung immer noch stark von der sozialen Herkunft abhängen. Das wollen wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten ändern. Unser Ziel sind gleiche und gute Lebensbedingungenfür alle Kinder. Wir treten ein für Aufstieg und Gerechtigkeit. Wir wollen eine Gesellschaft gleicher Chancen – unabhängig von der sozialen Herkunft.

Die SPD hat einen Zehn-Punkte-Aktionsplan gegen Kinderarmut beschlossen. Gefordert wird darin unter anderem mehr ganztägige Kinderbetreuung, kostenlose Mittagessen und Schulbücher für Bedürftige sowie eine gebührenfreie Bildung von der Kita bis zur Hochschule. Schulabbrecher sollen eine „zweite und dritte Chance“ bekommen – unter anderem durch einen Rechtsanspruch auf einen Hauptschulabschluss. Zudem will die SPD den Kinderfreibetrag zugunsten von Geringverdienern umgestalten.

Mit unserer Kampagne wollen wir Politik und Öffentlichkeit über Kinder- und Jugendarmut informieren/aufklären und dazu auffordern, sich aktiv gegen Armut einzusetzen.

Nun wollen wir für unsere Ideen und Forderungen eintreten, zum Mitmachen und Umsetzen einladen, damit zukünftig kein Kind mehr in Armut aufwachsen muss!

keiner sagt gerne, dass er arm ist, aufgrund der Lebenssituation trauen Kinder sich oft nicht, ihre Rechte einzufordern, das Selbstbewusstsein leidet und damit auch die Fähigkeit, selbstbewusst seine Meinung zu äußern,… ohne die finanziellen Möglichkeiten ist außerschulische Bildung kaum möglich,

Studiengebühren schaffen Zugangsbarrieren, kulturelle Bildung ist nur eingeschränkt möglich,

Kinder aus sozial benachteiligten Familien und Kinder mit Migrationshintergrund erlangen überdurchschnittlich häufig nur ein niedriges schulisches Bildungsniveau*

mit Freunden materiell mitzuhalten ist schwierig, Kinder und Jugendliche schämen sich ihrer Armut und ziehen sich selber zurück, Freunde einladen ist ohnehin nicht drin,

ohne Trikot kein Team,…

Mangel und einseitige Ernährung verursachen bei Kindern und Jugendlichen körperlichen Schaden,

die Arztgebühren und Medikamente, die nicht verschreibungspflichtig sind, fallen flach,

durch seelischen Druck leidet die Psyche,…

die ständigen Benachteiligungen machen wütend auf die Erwachsenen,

wütend auf sich selbst,

wütend auf die Politik,

das Thema Kinderarmut wird in Politik und Öffentlichkeit nicht ernst genug genommen,

keine Markenklamotten, kein Handy = kein Ansehen,

Kinder ziehen sich zurück, machen sich so „unsichtbar“, weil sie sich schämen

Klares Konzept gegen Altersarmut

Wer lange gearbeitet hat, wird nicht mehr zum Sozialamt gehen müssen, um die Rente aufzustocken: bei 40 Versicherungsjahren und 30 Beitragsjahren wird es mindestens die Solidarrente von 850 Euro geben. Und wer nicht mehr arbeiten kann wird ohne Abschläge die Erwerbsminderungsrente bekommen.

Keine Abzüge werden auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben, wenn sie früh in den Job eingestiegen sind und mit 63 in den Ruhestand gehen wollen: bei 45 Versicherungsjahren gibt es die volle Rente.

Die betriebliche Altersvorsorge wird die SPD weiter stärken und für ein einheitliches Rentensystem in Ost- und Westdeutschland sorgen. Über 20 Jahre nach der deutschen Einheit ist das längst überfällig.

Quelle: SPD

Veröffentlicht am 17. Juli 2013, 19:00
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