Privatanlagen-Wettbewerb zur Faszination MODELLBAHN Sinsheim 2017

seimAus dem Hobbykeller ins Rampenlicht – der Privatanlagen-Wettbewerb mit 8 privaten Anlagen auf der Faszination MODELLBAHN Sinsheim 2017

Jörg Baumann: Albtalbahn (Spur H0m)

Die Anlage besteht aus 9 Segmenten, die in U-Form angeordnet sind. Sie hat eine Größe von 4,25m auf 2,05m. Beim Motiv der Anlage handelt es sich um die Albtalbahn von Karlsruhe nach Bad Herrenalb. Dargestellt werden die beiden Endbahnhöfe in Karlsruhe und Bad Herrenalb. Die Anlage spielt in der Zeit der 50ziger bis 60ziger Jahre des vorigen Jahrhunderts, kurz vor der Umspurung von der 1m Schmalspur zur Normalspur. Alle Schienenfahrzeuge sind selbstgebaut. Lediglich beim Modell der Mallet-Dampflok handelt es sich um einen Bausatz der Firma Weinert. Die Gebäude sind nach alten Bauplänen und Fotos gezeichnet und gebaut. Auf dem Anlagenteil des Bahnhofes Herrenalb fahren Fahrzeuge nach dem Faller car-system. Auch diese Fahrzeuge sind selbstgebaut bzw. umgebaut.

Gerd Ziller: „Die Schneck“ – Eine Modellbahn nach Motiven der Pfälzer Oberlandbahn (Spur H0m)

In aktuell drei Schaukästen werden Szenen und Streckenabschnitte der Pfälzer Oberlandbahn aus dem Abschnitt Nußdorf – Böchingen dargestellt. Alle Segmente verfügen über einen integrierten Hintergrund und Beleuchtung. Es werden drei Segmente „Drei Steine“, „Pfälzer Weinberge“ und „Böchingen“ gezeigt.

Ebenfalls eine besondere Herausforderung waren die eingesetzten Straßenbahnfahr-zeuge, die in dieser Bauform nicht als Modell erhältlich sind. Auch hier war Selbstbau notwendig. Nach langer Recherche wurde aus unzähligen Bildern und einer Übersichts-skizze ein 3D-Modell erstellt, welches später mittels 3D-Druck das Anfertigen von Rohteilen zum Bau der Straßenbahnen ermöglichte. Auf diese Weise sind 5 Motorwagen und 10 Anhängewagen entstanden, die ebenso wie die Segmente nach unterschiedlichen Epochen gestaltet sind. Die Modellbahn ist in der Nenngröße H0m errichtet und wird in einem Digital-Analogen-Mischbetrieb automatisch gesteuert. An jedem Streckenende sorgen Kehrschleifen, teilweise mit Schattenbahnhof, für einen Abwechslungsreichen und vorbildnahen Betriebsablauf.

Anzeige SwopperAndreas Grüner: Gipswerk Entringen (Spur H0f)

Uwe Eisele und Andreas Grüner bauten bis November 2015 das gesamte Gipswerk mit Steinbruch und der Feldbahnstrecke in der Länge stark verkleinert und in Anlehnung an das Original in der Zeit zwischen 1950 – 1960 im Modell im Maßstab 1:87 in H0f (entspricht 600 mm Spurweite) nach.

Die Modellstreckenführung entspricht soweit möglich dem Originalgleisplan aus der Zeit um 1950 /1960. Sämtliche Gebäude beim Gipswerk, beim Bhf. Breitenholz sowie beim Bruch wurden an Hand von Fotos und Plänen im Eigenbau erstellt. Besonders aufwendig waren die Herstellung der Holzkonstruktionen der Schuppen sowie die Herstellung der Fensterelemente aus kleinsten Kunststoffprofilen. Die mit LED beleuchtete Hintergrundkulisse wurde von „Bildermaler“ Christoph Laubmann aus Wildberg erschaffen.

Wolfgang Stößer: Ölverladung im Herbst (Spur H0)

In Kastenbauweise und mit Hintergrundkulisse sowie Beleuchtung wurde diese Anlage gebaut. Sie stellt eine Norddeutsche Landschaft Ende der 50er Jahre mit beweglicher Ölförderpumpe dar. Ein Kesselzug fährt zum Ölladegleis und wird Wagen für Wagen beladen, denn der Ölkran wird automatisch und passgenau ausgeschwenkt. Auf dem Nebengleis fährt ein Arbeitszug und bedient die Baustellen. Die Gebäude sind vorbildlich beleuchtet und die Feldbahnwerkstatt hat eine sichtbare Inneneinrichtung. Menschen und Tiere beleben liebevoll die Szenerie. Über der schönen Landschaft fliegen die Greifvögel. Nordischer Vogelgesang rundet die stimmungsvolle Atmosphäre ab.

Günther Jirouschek: Dampflokfest (Spur H0)

Der Verein „EFC-Collenberg“ (Name erfunden) hat von der DB das alte Bahngelände angemietet, alles hergerichtet und auf Vordermann gebracht. Zur Einweihung veranstaltet nun der EFC ein Dampflokfest.

Besonderheit des Dioramas ist der 6-gleisige Schattenbahnhof in Form einer Schiebebühne die von einem Schrittmotor angetrieben wird und bei jedem Tastendruck ein Gleis sich weiterbewegt.

Stefan Seim: Bärwurz am Wald (Spur TT)

Beim gezeigten Schaustück handelt es sich um einen im fränkischen angesiedelten Unterwegsbahnhof in den 1950er Jahren ohne konkretes Vorbild. Neben dem typischen Agenturgebäude gibt es ein Ladegleis mit Ladestraße und einem Landhandel. Am Anlagenhintergrund gibt es ein paar angeschnittene fränkische Wohnhäuser und ein Gasthof. Die Fahrzeuge besitzen alle H0pur Radsätze und sind Minimum mit Federpuffern und Originalkupplungen ausgestattet. Teilweise sind die Fahrzeuge gealtert. Es gibt bescheidenen Güterverkehr und der Personenverkehr wird von einem alten Triebwagen erledigt. Das Agenturgebäude besitzt einen eingerichteten Lagerschuppen. Die Landschaft besitzt etliche Selbstbaubäume die mit Silflor belaubt sind. Der Landhandel hat ein komplett selbst gebautes Gebäude. Das Durchgangsgleis führt durch die Hintergrundkulisse und endet an jedem Anlagenende in einem Gleisstumpf der zum Abstellen des Triebwagens dient.

Heinz-Ulrich Grumpe: Die Moorbahn (Spur H0e)

Auf dieser Anlage wurde die typischen Gegebenheiten Ostfrieslands im Sommer 1950 dargestellt. Aufgebaut ist die Anlage auf einem Malgrund von Boesner mit den Abmessungen 60 x 50 cm. Darauf wurde eine 20 mm starke Styrodur-Platte geklebt, aus der die grobe Landschaftsform herausgearbeitet wurde. Der Grund des Wassergrabens liegt dabei auf der Ebene des Unterbaus. Sämtliche Gleisanlagen entstanden im Selbstbau mit Code-55 Schienenprofilen (1,3 mm). Diese Gleise wurden auf kupferbe-schichtete Pertinax-Schwellen gelötet, bzw. auf Holzschwellen aus Leisten 3 x 2 mm geklebt.

Als Besonderheit ist im sichtbaren Anlagenbereich eine Schleppweiche eingebaut. Diese Weichenbauart besitzt keine beweglichen Zungen und stammt aus der Frühzeit der Eisenbahn. Bei Feldbahnen mit Doppelflansch-Rädern ist sie sogar zwingend notwendig. Es verkehren allerdings Fahrzeuge mit „normalen“ Spurkränzen. Der Betrieb der Modell-Fahrzeuge erfolgt rein analog mit einem Fahrregler von Heißwolf. Als Antrieb für die Weichen dienen „uralte“ Postrelais, die mit 12 Volt Gleichstrom angesteuert werden. Die Weichenherzstücke sind polarisiert, so dass immer eine durchgehende Fahrstromver-sorgung gewährleistet ist. Zur Landschaftsgestaltung wurden handelsübliche Streufasern und –flocken, zum Teil aber auch selbst gefertigtes Streumaterial verwendet. Die Laubbäume und Büsche bestehen aus, mit Streumaterialien nachbehandeltem, „Seeschaum“ oder „Islandmoos“. Die beiden Birken stammen von MBR.

Das Wasser des Entwässerungsgrabens wurde aus verdickter Acrylatdispersion geformt. Nach dem Trocknen wurde eine hochglänzende Klarlackschicht aufgetragen.

Albert Messerschmitt: Quinta do Messerschmitt (Spur 0e)

Diese Anlage ist eine Kastenanlage, die Gleise außerhalb des Kasten dienen nur zum Umfahren der Anlage. Das Motive der Anlage ist eine Nachbildung einer Portweinkellerei mit Gleisanschluss aus der Portweingegend, aber ohne konkretes Vorbild. Die Häuser sind aus folgendem Material: Holz, Gips und Styrodur und wurden selbst gebaut. Die Besonderheiten dieser Anlage sind: Die Gebäude der Anlage sind zum Teil mit Inneneinrichtung, genauso wie die Güterwagen. Des Weiteren kann auf den Laderampen die Beladung entfernt werden. Das Rollmaterial ist zum Teil leicht gealtert.

Veröffentlicht am 19. Februar 2017, 07:30
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