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Rebhuhnschutzprojekt des LEV Rhein-Neckar wird offizielles Partnerprojekt der landesweiten „Allianz für Niederwild“

8. Juni 2021 | Allgemeines, Das Neueste

(zg)  Die Metropolregion Rhein-Neckar zeichnet sich durch eine hohe Wirtschaftskraft aus und ist ein echter Ballungsraum. Doch zwischen Industrie, Gewerbe und landwirtschaftlichen Sonderkulturen gibt es hier noch eine Besonderheit: Das Rebhuhn. Es ist kaum zu glauben, dass ein kleiner Feldvogel, vom Aussterben bedroht, in einer Region mit solch einem hohen Takt noch Lebensraum findet.

Bei einer Feldexkursion des LEV Rhein-Neckar e.V. wurde deutlich, warum das so ist. Mit dem Kooperationsprojekt Allianz für Niederwild der Wildforschungsstelle des Landes mit dem Landesjagdverband Baden-Württemberg wurden Schutzflächen, sogenannte Blühbrachen, für Rebhühner und andere Feldbewohner wie Wildbienen und Feldhasen begutachtet. Am Ende der
Exkursion erhielt der LEV die Auszeichnung als offizielles Partnerprojekt der landesweiten Allianz für Niederwild.

„Dass es hier noch Rebhühner gibt, hat vor allem auch damit zu tun, dass der Landschaftserhaltungsverband Rhein-Neckar mit seinem lokalen Rebhuhnschutzprojekt die unterschiedlichen Akteure aus Landwirtschaft, Jagd, Naturschutz und Kommunen an einen Tisch bringt und konkret Maßnahmen umsetzt“, betont Anne Scholl, Projektleiterin bei der Wildforschungsstelle (WFS) des Landes. „Mit der Auszeichnung als offizielles Partnerprojekt wollen wir die Pionierarbeit, die hier geleistet wird, würdigen“, so Anne Scholl weiter.

„Einige der Flächen, die wir heute begutachtet haben, sehen aus wie aus dem Lehrbuch, besser geht’s kaum“, schätzt René Greiner, Projektleitung beim Landesjagdverband, die Situation ein, denn
„die unterschiedlichen Erfahrungen in der Maßnahmenanlage sind für uns auf Landesebene extrem wichtig und wir sind froh, solche Partnerprojekte zu haben.“

Das freut auch Teresa Schlemmer vom Landschaftserhaltungsverband, die in Vertretung für Katrin Naumann (Elternzeit) derzeit das Projekt beim LEV betreut: „Es ist schön zu sehen, wie die Arbeit des LEV auch über die Landkreisgrenzen hinaus wahrgenommen wird und dass wir uns mit anderen Lokalprojekten vernetzen und austauschen können.“

Die Erkenntnisse werden nämlich durch das Projekt Allianz für Niederwild landesweit gebündelt und dienen der Weiterentwicklung der Agrarförderprogramme im Land Baden-Württemberg. Und das mit Erfolg: Denn durch die neugestalteten Fördermaßnahmen im Land profitieren nun überall Rebhuhn, Feldhase, Wildbiene und nicht zuletzt die Landwirtschaft davon.

Hintergrundinformation

Die Allianz für Niederwild ist ein Kooperationsprojekt der Wildforschungsstelle des Landes mit dem Landesjagdverbandes Baden-Württemberg. Das Projekt ist im Juni 2020 als herausragendes Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet worden.

Die Allianz ist ein breites Bündnis von Jägern, Naturschützern, Kommunen, Landwirten, Grundeigentümern, Behörden und Forschungseinrichtungen in Baden-Württemberg. Gemeinsam
wollen die Akteure individuelle Handlungsmöglichkeiten zielorientiert zusammenführen, um dem Verlust an Offenlandarten entgegenzuwirken.

Ziel ist es Offenlandarten durch Verbesserung ihrer Lebensbedingungen und Lebensräume zu fördern. Der Erhalt einer nachhaltigen Bewirtschaftung unserer landwirtschaftlich geprägten
Kulturlandschaft ist ein wichtiges Element dabei. Ein dauerhafter Entzug aus der Bewirtschaftung, Nutzung oder Pflege dieser Lebensräume stellt dabei keine Lösung dar. Nutzungsgebote und –
verbote schaffen weder Akzeptanz innerhalb der Landwirtschaft, noch werden sie den Artenverlust in der Agrarlandschaft nachhaltig bremsen. Die Arten Feldhase, Rebhuhn und Fasan bilden für das Projekt die Leitarten. Sie stehen stellvertretend für den starken Rückgang vieler Arten des Offenlandes. Um die Kernforderungen des Projekts bezüglich der Weiterentwicklung der Agrarförderprogramme mit praktischen Beispielen zu untermauern und um Anpassungs- und Klärungsbedarf in der Agrarförderung, die „Stolperstellen“ in der praktischen Umsetzung, zu
identifizieren, wurden in den vergangenen Jahren vier Modellregionen eingerichtet und ein enges Netzwerk aus Lokalprojekten aufgebaut, um die Erfahrungen im Land zu bündeln.

Quelle: Teresa Schlemmer

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