Rückgang der deutschen Produktion

Die Aussichten in der deutschen Industrie sahen bereits zu Beginn des Jahres nicht gut aus. Allen voran waren die wechselnden Botschaften gerade im Maschinenbaubereich negativ geprägt. Insgesamt ist im produzierenden Gewerbe die Produktion um 3,5% im Dezember 2009 zu seinem Vormonatsniveau runtergefahren. Das ist im Übrigen der stärkste Rückgang, den die Industrie seit der Finanzkrise in 2009 zu erleiden hatte. Denn insgesamt sind es nun 6,8% zu dem Vorjahresmonat. Viele Bereiche sind dabei betroffen. In diesem Sektor hat insbesondere der Automobilbereich neben dem angesprochenen Maschinenbau Einbußen verzeichnet. Ein Rückgang könnte mehrere Gründe haben. Der Preisdruck aus Fernost ist bereits seit langem bekannt. Nun wird allerdings auch die Qualität der asiatischen Länder wesentlich besser und wird deswegen ein ernstzunehmender Gegner für deutsche Wertarbeit. Die Automobilindustrie muss sich zudem Konkurrenten wie Tesla stellen, die im Bereich Elektroantrieb Vorreiter sind. Dieser Vorsprung muss schnellstmöglich aufgeholt werden, damit der Marktanteil nicht zu stark zurückgeht. Zusätzlich trüben die Handelskonflikte gerade zwischen den USA und China die Geschäftsaussichten. Auch der Brexit hat seinen Anteil an der Abkühlung.

Aktuell kommt die Krise um den Corona-Virus hinzu, die in China seinen Ursprung hatte. Viele andere Bereiche werden nun in Mitleidenschaft gezogen, die zu den genannten Branchen nicht gehören. Das sind die Tourismusbranche, das Hotel- und Gaststättengewerbe und der Einzelhandel beispielsweise. Neben den persönlichen auferlegten Einschränkungen kommen die staatlichen Beschränkungen hinzu. Da keine Branche ganz für sich isoliert ist, wird eine Weltwirtschaftskrise für das Jahr 2020 sehr wahrscheinlicher werden. Sind jedoch Impfstoffe oder andere behandelnde Medikamente gefunden, kann es zu einer erneuten Erholung und einem Anfachen der Wirtschaft in Deutschland kommen. Erste positive Signale zeigen bereits, dass diverse Firmen auch gerade hierzulande an der Entwicklung eines geeigneten Impfstoffes sind.

Krisen als Chance verstehen

Wichtig ist zu wissen und sich als Unternehmen zu vergegenwärtigen, wo die Ursprünge der persönlichen Unternehmenskrise zu finden ist. Denn es ist gleichzeitig ein Signal, dass sich etwas ändern muss. So kann die Einsicht hilfreich sein und eine Veränderung eine neue Chance bringen. Krisen können also nicht nur ein Hinweis sein, sondern dienen auch als Neuorientierung. Denn das Umdenken ist wichtig. Neuartige Produktionsmöglichkeiten wie der 3D Druck können zum Beispiel den herkömmlichen und kostenaufwendigen Spritzguss ersetzen. Dieses neue Verfahren kann komplexere Formen herstellen und setzt sogar noch weniger Material ein. So kann eine höhere Qualität bei geringeren Kosten erzielt werden. Das sollten die Unternehmen bedenken, wenn sie sich eine neue Spritzgussanlage oder doch lieber einen 3D Drucker anschaffen möchten. Aber auch letzteres ist nicht unbedingt notwendig, denn diese Dienstleistung können Unternehmen extern wie beispielsweise Drehteile online bestellen in Auftrag geben. Es gibt nämlich Dienstleister, die Prototypen oder Serienprodukte mit dem 3D Verfahren drucken können. Statt Drehteile online zu bestellen, heißt dies nun Kunststoff- oder Metallteile online bestellen. Da eine große Auslagerung oftmals weniger Materialvolumen bedeutet, werden die Ausgaben nochmals deutlich gedrosselt. Denn ebenso für einen Prototypen braucht sich eine Firma keinen eigenen Drucker anschaffen. Zusätzlich muss sie das Personal nicht unnötigerweise schulen. Selbst für eine Massenproduktion kann es wegen den Investitionskosten eines oder mehrerer 3D Drucker sowie die laufenden Personalkosten interessant sein, diese Produktion extern zu vergeben.

Veröffentlicht am 19. März 2020, 16:36
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