Rund 768 400 Stellen im Gesundheitswesen Baden-Württembergs im Jahr 2018

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Beschäftigung um 0,8 %

Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg waren zum Jahresende 2018 rund 768 400 Beschäftigungsverhältnisse im baden-württembergischen Gesundheitswesen zu verzeichnen. Die Ergebnisse basieren auf der Gesundheitspersonalrechnung der Arbeitsgruppe »Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder« (AG GGRdL). Demnach erhöhte sich 2018 die Zahl der Arbeitsplätze im Gesundheitswesen hierzulande um rund 5 900 bzw. 0,8 % gegenüber dem Vorjahr. Die Zuwachsrate lag dabei unter dem Bundesdurchschnitt (+1,3 %). In den Ländern betrug die Spannweite der Veränderungsraten der Beschäftigungsverhältnisse zwischen +3,9 % in Hamburg und -0,5 % in Rheinland-Pfalz.

In den ambulanten Einrichtungen insgesamt fiel der Beschäftigungszuwachs mit rund 2 000 zusätzlichen Arbeitsstellen in Baden-Württemberg im Vergleich zum Jahr 2017 absolut betrachtet am größten aus (+0,7 %). 2018 waren insgesamt 290 900 Beschäftigungsverhältnisse den ambulanten Einrichtungen zuzuordnen. Darunter entfielen allein auf die Arztpraxen rund 93 200 Arbeitsplätze. Die Anzahl der Beschäftigungsverhältnisse in den Arztpraxen stieg verglichen mit 2017 um rund 900 (+1,0 %) an. In der ambulanten Pflege belief sich das Plus verglichen mit dem Vorjahr auf rund 700 Arbeitsplätze, die Zuwachsrate von 2,1 % fiel dabei relativ kräftig aus.

In den stationären und teilstationären Einrichtungen Baden-Württembergs existierten 2018 rund 264 800 Beschäftigungsverhältnisse, rund 900 (+0,3 %) mehr als 2017. Darunter entstanden rund 600 zusätzliche Stellen (+0,7 %) allein in den stationären und teilstationären Pflegeeinrichtungen.

Drei von vier Beschäftigungsverhältnissen im baden-württembergischen Gesundheitswesen wurden 2018 von Frauen ausgeübt (74,6 %). Besonders hoch fiel der Anteil des weiblichen Gesundheitspersonals in der ambulanten (89,9 %) sowie der stationären und teilstationären Pflege (84,7 %) aus. Im Rettungsdienst waren 2018 dagegen lediglich ein Drittel der Stellen von Frauen besetzt.

Das in Vollzeitstellen umgerechnete Gesundheitspersonal aller Einrichtungen lag 2018 bei 553 300 sogenannten Vollzeitäquivalenten, was einem Anteil von 72 % an der Gesamtbeschäftigung des Gesundheitswesens im Südwesten entsprach. In der ambulanten Pflege und in den Apotheken wurden hierzulande die niedrigsten Anteile der Vollzeitäquivalente an der Beschäftigtenzahl mit jeweils knapp 61 % verzeichnet. In den baden-württembergischen Vorleistungseinrichtungen des Gesundheitswesens (darunter u. a. die medizintechnische und augenoptische Industrie) war die Vollzeitbeschäftigung mit einem Anteil von knapp 86 % dagegen relativ stark ausgeprägt.

Weitere Informationen

Hinweis

Weitere, auch nach Einrichtungsarten differenzierte und miteinander vergleichbare Länderergebnisse zum Gesundheitspersonal für die Jahre 2008 bis 2018, finden Sie im Angebot der Arbeitsgruppe »Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder« im Statistikportal.

Quelle: Statistisches Landesamt Baden Württemberg

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Veröffentlicht am 23. Dezember 2020, 13:03
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