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Seniorentreff zur geplanten Novellierung des Jagdgesetzes

18. Oktober 2014 | CDU, Das Neueste, Photo Gallery

Jäger verärgert über geplante grün-rote Novelle des Landesjagdgesetzes – MdL Brunnemer und Hegering-Vertreter Knecht informierten bei Fred Frank’s Seniorentreff –

(zg)  Seit vielen Jahren organisiert Fred Frank den „Fred Franks Seniorentreff“ im Restaurant des Auto- und Technik-Museum Sinsheim.  Zu diesem wöchentlichen Treffen lädt Frank immer wieder Gesprächspartner aus der Politik oder dem öffentlichen Leben zum informativen Austausch ein. Am vergangenen Dienstag war das umstrittene Jagdgesetz der Grün-Roten Landesregierung Thema, wozu Elke Brunnemer (CDU), direkt gewählte Landtagsabgeordnete des Wahlkreises, und Rainer Knecht vom Hegering Sinsheim referierten.

Fred Frank leitete humorvoll ein: „Heute geht es um die ‚Wildsäu‘.“ Brunnemer skizzierte die Etappen des jetzigen Gesetzentwurfes und kritisierte deutlich, dass dieser zuerst ohne die Beteiligung der Jäger bzw. des Jägerverbandes aufgestellt worden sei. „ Die CDU-Landtagsfraktion hält eine umfassende, durchgreifende und teil ideologisch motivierte Novellierung des Landesjagdgesetzes für überflüssig. Einzelne punktuelle Änderungen hätten völlig ausgereicht“, stelle Brunnemer eingangs fest. Das jetzt geplante „Jagd- und Wildtiermanagementgesetz“ sei in zentralen Punkten gegen die berechtigten Anliegen der Jägerschaft und verbunden mit massiven Eingriffen ins Eigentumsrecht. „ Ein Jagdgesetz muss die Jägerschaft motivieren und nicht für die Ausübung ihrer auch am Gemeinwohl orientierten, für Natur- und Artenschutz so wichtigen Tätigkeit bestrafen. Unsere Jäger sind absolut Experten im Natur- und Tierschutz und zeichnen sich durch ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein aus. Wir sind auf sie angewiesen und sie dürfen auf keinen Fall dem Naturschutz unterstellt werden. Wir brauchen die Gesetze auf Augenhöhe“, so Brunnemer.

Dies unterstrich auch Rainer Knecht vom Hegering Sinsheim, der immerhin auf 54 Jahre Jagderfahrung zurückblicken kann. Gerade auf die Bestandsregulierung der Tierarten und auf die Hege sowie Pflege werde von allen Jägern ein großes Augenmerk gelegt. Knecht ging beispielhaft auf einige angedachte Änderungen ein: So soll eine vollständige Jagdruhezeit von Anfang März bis Ende April festgelegt werden. Lediglich Schwarzwild soll in diesem Zeitraum im offenen Feld, nicht im Wald zur Schadensabwehr gejagt werden dürfen. Dieses geplante Verbot, Schwarzwild im Wald zu bejagen geht an der Sache vorbei, denn zu dieser Zeit suchen die Tiere Eichen und Bucheckern im Wald. Will man der immer stärkeren Verbreitung des Schwarzwildes tatsächlich wirksam begegnen, ist dies sicher der falsche Weg. Außerdem erscheint es nicht hinnehmbar, ihre jagdliche Ausübung derartig einzuschränken, sie aber gleichzeitig für den Wildschadensersatz vollumfänglich haftbar zu machen. Ein weiterer Punkt sei das Fütterungsverbot. Wir sprechen uns klar gegen ein generelles Fütterungsverbot aus. Eine art- und sachgerechte Wildfütterung  – insbesondere in Notzeiten – ist ethische Verpflichtung im Umgang des Menschen mit Wildtieren. „Die Praxistauglichkeit des Gesetzentwurfs stelle ich in Frage“, sieht der erfahrene Jäger seine Zunft und damit auch die ausgewogene und nachhaltige Bestandsregulierung des artenreichen Wildbestandes in Gefahr. Er sprach von einem „ideologischen Bejagungsverbort unter dem Deckmantel des Gewissens“ und forderte das geplante Gesetz nicht zu beschließen. Die Jäger unter der Zuhörerschaft bekräftigten die Ausführungen von Elke Brunnemer und Rainer Knecht mit recht lebhaften und emotionalen Worten. Elke Brunnemer sicherte weiterhin einen hohen Druck ihrer Fraktion auf die Landesregierung zu und forderte auch die Jägerschaft auf, ihrerseits den Druck hochzuhalten: „Zusammen müssen wir für den Erhalt unserer jetzigen Kulturlandschaft und für die Kompetenzen unserer gut ausgebildeten Jäger kämpfen“. Brunnemer erläuterte, dass gerade am selben Tag vom zuständigen Minister Änderungen angekündigt wurden, die aber im Detail noch nicht bekannt sind. Erst am 7. Oktober werde  im Landwirtschaftsausschuss des Landtages in einer öffentlichen Anhörung darüber diskutiert. „Ich bin gespannt, ob es eine für die Jäger tragbare Lösung gibt“ meinte sie abschließend. Am Ende dankte Fred Frank Elke Brunnemer und Rainer Knecht für ihre Ausführungen und den informativen Austausch über ein hoch aktuelles Thema.

Quelle: Boris Schmitt

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