Sinsheim beteiligt sich an der Interkulturellen Woche 2026
Ausstellung, Puppentheater, Workshops und Begegnungen widmen sich den abrahamitischen Religionen
Zum vierten Mal beteiligt sich die Stadt Sinsheim an der bundesweiten Interkulturellen Woche. Unter dem diesjährigen Motto „Dafür!“ setzen die örtlichen Veranstalter einen besonderen Schwerpunkt auf die in Sinsheim vertretenen abrahamitischen Religionen: Judentum, Christentum, Islam und Bahá’í.
Aus dem ursprünglichen Vorbereitungsteam mit Diakonie, Caritas und Stadtverwaltung ist inzwischen ein breites Netzwerk verschiedener Partner entstanden, darunter der Verein Alte Synagoge Steinsfurt und der Rat der Religionen.
Ausstellung beleuchtet gemeinsame Wurzeln
Im Mittelpunkt steht eine eigens für Sinsheim entwickelte Ausstellung, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der vier Religionen sowie deren Entwicklung in der Stadtgeschichte beleuchtet. Dabei werden auch historische Veränderungen sichtbar: Das jüdische Leben in Sinsheim wurde während der NS-Zeit zerstört und aus dem Stadtbild verdrängt, während der Islam insbesondere durch Arbeitsmigration nach Sinsheim kam. Auch das christliche Leben hat sich im Laufe der Zeit verändert und ausdifferenziert.
Die Ausstellung ist ab Freitag, 25. September 2026, einen Monat lang im Stadtmuseum im Alten Rathaus zu sehen. Bereits am Donnerstag, 24. September, um 18 Uhr findet dort der Einführungsvortrag statt.
Puppentheater für Kinder und Erwachsene
Einen unterhaltsamen Zugang zum Judentum bietet am Sonntag, 27. September, das bubales-Puppentheater im Jugendhaus, Lilienthalstraße 7. Um 15 Uhr steht für Kinder die „Koscher-Maschine“ auf dem Programm. Um 19 Uhr folgt für Erwachsene das Kabarettprogramm „Politisch koscher!“. Karten sind bei der Tourist-Info erhältlich.
Weitere Informationsmöglichkeiten bietet die religionspädagogische Medienstelle in der Pfarrstraße 10. Dort können Bücher und Informationsmaterialien zu den abrahamitischen Religionen kostenlos ausgeliehen werden.
Workshops, Synagogenbesuch und Tag der offenen Moschee
Am Donnerstag, 1. Oktober, ab 13.30 Uhr widmet sich ein Workshop mit Dr. Fabian Freiseis den Gemeinsamkeiten und Unterschieden von Judentum, Christentum und Islam. Für den Workshop sowie für den Besuch der Heidelberger Synagoge am selben Abend ist eine Anmeldung erforderlich.
Am Samstag, 3. Oktober, von 14 bis 17 Uhr öffnet die DITIB-Moschee in der Gutenbergstraße 4 ihre Türen. Besucher können die Räumlichkeiten kennenlernen, Fragen stellen und türkische Köstlichkeiten probieren.
Am folgenden Tag, Sonntag, 4. Oktober, lädt die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen um 10.30 Uhr zum ökumenischen Erntedank-Gottesdienst in die Evangelische Stadtkirche ein. Bei gutem Wetter findet die anschließende Feier auf dem Kirchplatz statt.
Den Abschluss bildet ein Vortrag von Benny Salz, der im bundesweiten Abrahamitischen Forum tätig ist. Unter dem Titel stehen die Gemeinsamkeiten der „Kinder Abrahams“ im Mittelpunkt. Der Vortrag beginnt am Donnerstag, 15. Oktober, um 18.30 Uhr im Bürgersaal des Alten Rathauses Sinsheim.
Weitere Informationen und das Gesamtprogramm sind bei den beteiligten Organisationen und Kirchengemeinden sowie beim städtischen Bereich Integration erhältlich.
Kontakt: integration@sinsheim.de, Telefon 07261/404163.
Bild (Stadt Sinsheim): Mitglieder des Vorbereitungsteams 2026 haben schon 2025 erfolgreich zusammengearbeitet. (v.l.n.r.: Antonina Slobinski und Gabriele Wurl Caritas-Verband Heidelberg-Rhein-Neckar, Marie Adrian Diakonisches Werk Rhein-Neckar-Kreis, die städtische Integrationsbeauftragte Inge Baumgärtner, Jutta Stier Verein Alte Synagoge Steinsfurt und die städtische Flüchtlingsbeauftragte und Ausstellungskuratorin Kristin Obländer. Auf dem Foto fehlen die ehrenamtliche Rechercheurin Wiltrud Flothow und der Stadtarchivar Dr. Marco Neumaier.)






