Sinsheimer Integrationsprojekte zeigen Wirkung

Rhetorik-Seminar bei der Ehrenamtsakademie. Teilnehmer bei der Arbeit. Die Sache zählt und nicht die Herkunft.

(zg) Über drei Jahre hinweg hat das Integrationsministerium Baden-Württemberg die Stadt Sinsheim finanziell unterstützt. Dabei wurden zugewanderte Frauen, die eher zurückgezogen in der Familie leben, bei Schritten in die deutsche Gesellschaft begleitet.

Nun endete dieses Projekt, das die Sichtweise des Themas Inte­gration grundlegend verändert hat. Denn am Ende hat die Stadt Sins­heim einen Arbeitskreis aus Damen gewonnen, die sich bei unter­schied­lichen Gelegenheiten und in neuen Projekten ehrenamtlich ein­bringen. Ganz selbstverständlich sind sie heute als Laienhelferin für das Jugendamt tätig, begleiten besondere Kinder im Kindergarten oder vermitteln Rat und Hilfe. Viele haben dadurch ihr Deutsch verbessert oder einfach nur gelernt, die vorhandenen Kenntnisse offensiv an­zuwenden.

Außerdem wirken die Frauen als Multiplikatorinnen innerhalb der eigenen Herkunfts-Community. Denn die Damen haben in den vergangenen drei Jahren erfahren, wer in der Region für was zu­ständig ist und wo man in welchen Fragen Rat und Hilfe bekommt.

Das gewonnene Selbstbewusstsein setzen sie auch dazu ein, ihren eigenen Bildungsstand zu verbessern, indem sie sich für Schulungen, Ausbildungen und Kurse anmelden.

Ganz selbstverständlich gehören dazu auch die Schulungen der neuen Ehrenamtsakademie. Damit ist es gelungen, innerhalb der Projektarbeit ein Stück Kontinuität zu schaffen. Das Projekt „Ehrenamtsakademie Sinsheim“ wird im Rahmen des Programms „Vielfalt gefällt! 60 Orte der Integration“ der Baden-Württemberg Stiftung in Kooperation mit dem Ministerium für Integration Baden-Württemberg gefördert. Sie besteht aus zwei Komponenten. Einerseits umfasst sie eine Freiwilligenbörse zur Vermittlung von Ehrenamtlichen. Diese befindet sich gerade im Aufbau. Der zweite Bestandteil ist ein Seminarprogramm, das allen bereits ehrenamtlich aktiven Bürgern zur Verfügung steht. Dort werden die Themen behandelt, die von den Ehrenamtlichen selbst eingebracht werden. In der ersten Runde sind dies die Themen Rhetorik, Vereinsrecht, Zeitmanagement und die Zukunft des Ehrenamtes insgesamt.

Während es in anderen Projekten in der Region nicht immer gelingt, die Betroffenen an einen Tisch zu holen, ist es in Sinsheim schon zur Selbstverständlichkeit geworden. Beim Rhetorik-Seminar sitzt beispielswiese der engagierte Ruheständler neben einer Frau, die im Kindergarten mithilft oder einer ehrenamtlichen Lehrkraft. Gearbeitet wird an der Frage, wie man vor einer Gruppen Vorträge hält. Da sitzen alle am gleichen Tisch mit der Zielsetzung eines besseren Miteinanders.

Info: Nähere Informationen zu den Projekten „Multiplikatorinnen für Bildungskompetenz“ und „Ehrenamtsakademie Sinsheim“ gibt es im Amt für Bildung, Familie und Kultur bei Inge Baumgärtner Tel. 07261 404 163, E-Mail: [email protected]

Quelle: Stadt Sinsheim

Veröffentlicht am 28. Januar 2014, 13:00
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