Sprecher für den Inklusionsbeirat des Rhein-Neckar-Kreises gewählt

Erste Präsenzsitzung seit Beginn der Pandemie

Am 7. Juli trafen sich 16 Beiratsmitglieder und die kommunale Behindertenbeauftragte des Rhein-Neckar-Kreises, Silke Ssymank, zum ersten Mal nach vielen Monaten zu einer Präsenzsitzung im Sitzungssaal des Landratsamts Rhein-Neckar-Kreis in Heidelberg. Auf der Tagesordnung standen gleich zwei spannende Themen: die Wahl der Sprecherin oder des Sprechers und einer Stellvertretung, sowie die ersten Ergebnisse der sieben Arbeitsgruppen.

Gewählt wurden als Sprecher Werner Zieger aus Schwetzingen und als Stellvertreterin Ulrike Menges aus Wiesloch. Silke Ssymank gratulierte und überreichte je eine Tasse, die Inklusionsgedanken aufnimmt und bewahren soll. Beide bringen viel Erfahrung und Wissen als Experte und Expertin in eigener Sache mit und sind auch Mitglieder des Arbeitskreises Eingliederungshilfe des Rhein-Neckar-Kreises. „Dies ist eine hervorragende Wahl“, so Ssymank, „gemeinsam können künftig Aktionstage zum Beispiel zum Protesttag am 5. Mai 2023 geplant werden. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit“. Die beiden Gewählten sind nun Teil einer 6-köpfigen Arbeitsgruppe des Beirats, die auch ganz konkrete Empfehlungen und Hinweise an die Behindertenbeauftragte gibt. Diese betreffen regelmäßig den Alltag der Betroffenen. So werden Bushaltestellen in den Blick genommen, Ampelkreuzungen aber auch Zugänge zu öffentlichen Gebäuden.

Der Beirat erhielt in dieser Sitzung auch Zuwachs. Gewählt wurde Lale Jakob, Mutter eines tauben Kindes, die selbst gebärdensprachkompetent und hörend ist. „Ich möchte dazu beitragen, die hörende und die nicht-hörende Welt zu verbinden“, so Jakob. „Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwierig es ist, die beste Unterstützungsmöglichkeit für ein taubes Kind zu finden und Ansprüche einzufordern“.

Im zweiten Teil der Sitzung stellten die Arbeitsgruppen erste Ergebnisse ihrer Arbeit vor. Im letzten Halbjahr fanden 2–5 einstündige Sitzungen je Gruppe statt. Dabei wurde schwerpunktmäßig der Ist-Stand der Inklusion aus Betroffenen- und Angehörigensicht zu wichtigen Teilhabebereichen wie Bildung, Arbeit, Kommunikation und weiteren Aspekten erfasst. Die Ergebnisse sollen im zweiten Halbjahr 2023 mit Empfehlungen ergänzt und in einem Inklusionsplan zusammengefasst werden. Parallel zur Arbeit der Arbeitsgruppen veranlasste der Inklusionsbeirat eine Anfrage bei den Kreiskommunen hinsichtlich Barrierefreiheit und Inklusion vor Ort. Die Abfrage soll einen Vergleich der Einschätzung aus kommunaler Sicht und aus Sicht der Betroffenen ermöglichen. Es darf mit Spannung darauf gewartet werden, ob und wo es Überschneidungen und Unterschiede in der Bewertung gibt.

Quelle: Landratsamt RNK

Veröffentlicht am 19. Juli 2022, 06:00
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