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Vorsicht bei Vollmachten

4. Februar 2020 | Allgemeines, Das Neueste

Viele ältere Menschen erteilen Angehörigen, Freunden oder Nachbarn eine Vorsorge-, General- oder Kontovollmacht. Dieses Vertrauen kann aber auch von Betrügern missbraucht werden. Wir haben Tipps für Sie zusammengestellt, die Sie über die Gefahren von Vollmachten aufklären. Worauf sollten Sie achten?

Vollmachten sind dazu gedacht, vertraute Personen dazu zu berechtigen, sich in besonderen Situationen helfen zu lassen. Die Bevollmächtigten können dann beispielsweise im Namen der Beauftragten Bankgeschäfte abwickeln, einkaufen oder auf Rechnung bezahlen.

Doch Vorsicht:

Dieses Vertrauen wird häufig von Betrügern missbraucht, denen es nur darum geht, auf diese Weise Geld zu erschleichen:

  • Sie erbitten Bankvollmachten und/oder Online-Zugänge zu Konten.
  • Sie drängen Sie zu einem Bankwechsel.
  • Sie fordern Sie auf, Geldanlagen aufzulösen.
  • Sie reden Angehörige schlecht.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser:

Kontrollieren Sie auch Kleinstbeträge die ausgegeben wurden. Wird wirklich nur das eingekauft, was Sie brauchen? Überprüfen Sie Rechnungen, ob auch nur die eigenen bezahlt wurden oder auch fremde. Bekommen Sie Ihre Kontoauszüge rechtzeitig und vollständig? Wird das getan, was Sie möchten und auch nur das?

Richtige Vorsorge heißt:

  • Erklären Sie eindeutig, was Sie für sich wollen und vor allem, was Sie nicht wollen. Sie bestimmen, was andere Personen dürfen und was sie nicht dürfen.
  • Bedenken Sie, wem Sie Ihr Vertrauen schenken. Mit einer Vorsorgevollmacht kann die bevollmächtigte Person beispielsweise für Sie entscheiden, was Sie essen, wer Sie besucht, mit wem Sie reden, wie Sie gepflegt werden und was mit Ihrem Geld passiert.
  • Sollten Sie unsicher sein, verzichten Sie auf eine Vollmacht, denn diese verhindert zunächst gerichtliche Kontrolle. Stattdessen entscheiden Sie, wer gegebenenfalls als gerichtlich kontrollierter Betreuer eingesetzt werden soll.

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Inhalt

Die Broschüre informiert über Kriminalitätsformen, denen Menschen im fortgeschrittenen Alter und bei eingeschränkter Mobilität besonders ausgesetzt sind. Im Vordergrund stehen dabei Tipps, wie man sich vor solchen Delikten schützen kann. So gibt es Informationen zu Gefahren an der Haustür, da Täter vielseitige Tricks anwenden, um in die Wohnung älterer Menschen zu gelangen und an deren Bargeld oder Schmuck heranzukommen. Ein anderer Abschnitt in der Broschüre befasst sich mit Gefahren am Telefon, u. a. mit dem so genannten Enkeltrick, dem Betrug durch falsche Gewinnversprechen oder einer Abzockmasche per Telefon. Weiterhin enthalten sind Informationen zur Opferhilfeinrichtung WEISSER RING sowie Adressen von (Kriminal-)Polizeilichen Beratungsstellen.

Quelle: Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes

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