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White Horse Theatre spielte für die Kraichgau-Realschule

5. März 2016 | Das Neueste, Gesellschaft, Photo Gallery

DSCN7121(zg) Die vier Schauspieler aus England sind zwischen 26 und 36 Jahre alt, sind Fans von Manchester United und Borussia Dortmund, mögen Schnitzel und Computerspiele. „Do you speak German?“ Unisono die Antwort: „Nein.“ Mit „White Horse Theatre“, einem pädagogischen Tourneetheater, touren sie ein Schuljahr lang durch deutsche Schulen. Wie schon seit zwei Schülergenerationen gastierten sie für alle Klassen der Kraichgau-Realschule in der neuen Sporthalle der Carl-Orff-Schule in Sinsheim, wobei Margarte Hertel als engagierte Englischlehrerin und Organisatorin für einen reibungslosen Ablauf sorgte.

Vergnügt verfolgte die Unterstufe The Slug in the Shoe, eine Komödie darüber, wie sich Mädchen und Jungen gegenseitig wahrnehmen. Das Stück vereint Humor mit einer einfühlsamen Annäherung an die Probleme von alleinerziehenden Eltern und des Erwachsenwerdens. Luke und Megan, beide 13, sind Kinder alleinerziehender Eltern. Obwohl in der gleichen Klasse, reden sie nie miteinander. Denn „Boys are stupid.“ Und „Girls giggle all the time.” Aber dann verlieben sich ihre Eltern ineinander. Luke und Megan haben Angst, dass diese zusammenziehen und sie somit „Geschwister“ werden könnten! Und so überlegen sie sich, wie sie die Beziehung ihrer Eltern sabotieren können.

Anzeige SwopperDie Flüchtlingsproblematik war Thema in „Promised Land“, dem Stück für die Klassen 8 bis 10. Ravi und seine Mutter sind mithilfe von Menschenschmugglern aus dem vom Krieg zerstörten Syrien nach England gelangt. Als anerkannte Asylanten werden sie in einem heruntergekommenen Wohngebiet untergebracht, wo die rassistische ‚Gough Street Gang‘ ihr Unwesen treibt und gewaltsam versucht, Ravi zu vertreiben. Waren die ganzen Mühen der Flucht in das „Promised land“ mit gleichen Rechten für alle vergeblich?

Mit den wenigen Requisiten aus ihrem Minivan, schülergerechter Sprache und verwandlungsreicher Darstellerkunst verschafften die Schauspieler den jeweils bis zu 300 Schülerinnen und Schülern in den drei Aufführungen eine nicht alltägliche Begegnung mit englischen Muttersprachlern.

Quelle: Holger Gutwald-Rondot

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