Bleiben Sie informiert  /  Dienstag, 03. Februar 2026

Informationen von Hier

Termine, Adressen, Vereine,
Lokalpolitik, Berichte und
Wirtschaftsinformationen

Direkt zur Redaktion

[email protected]

Zeckenschutzimpfung nicht vergessen

3. April 2019 | Das Neueste, Gesundheit

Aufruf des Gesundheitsamtes und der Ärzte in der Region

(zg) Zu Schutzimpfungen gegen gefährliche Folgen von Zeckenbissen haben das Gesundheitsamt im Rhein-Neckar-Kreis, das auch für die Stadt Heidelberg und somit für über 700.000 Einwohnerinnen und Einwohner zuständig ist, und die Ärzte in der Region aufgerufen. „Gemeinsam mit Bayern und Thüringen führt Baden-Württemberg die Hitliste der Risikogebiete an“, erläutert der Leiter des Gesundheitsamts, Dr. Rainer Schwertz. Betroffen seien Menschen, die oft in der Natur oder im Wald unterwegs sind. Zeckenstiche können die Lyme-Borreliose oder die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) auslösen.

Nach Angaben von Dr. Anne Kühn, die im Gesundheitsamt für den Infektionsschutz zuständig ist, kennzeichnen Fieber, Erbrechen und Kopfschmerzen die FSME. Bei schweren Krankheitsverläufen können neurologische Probleme wie etwa Lähmungen hinzukommen. Wer solche Symptome beobachtet, sollte diese ernst nehmen und schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen. „Eine Impfung“, so Dr. Kühn, „ist nach wie vor das sicherste Mittel gegen die Krankheit, besonders für Menschen, die sich oft und gerne im Freien aufhalten.“ Die Kosten hierfür tragen die Krankenkassen. „Nach der uns vorliegenden Statistik gab es in Deutschland im Jahr 2018 607 Menschen, die an FSME erkrankt sind, in Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis zusammen waren es 3 Erkrankte mit teilweise schweren Krankheitsverläufen. 2019 wurden bereits 11 Erkrankungen deutschlandweit gemeldet, allerdings noch keine in Heidelberg und im Rhein-Neckar-Kreis. Man kann jedoch von einer hohen Dunkelziffer ausgehen, denn fast ausschließlich die schweren Verläufe werden diagnostiziert“, erläutert Dr. Kühn.

„Gegen die Lyme-Borreliose kann man sich allerdings nicht durch eine Impfung schützen“, ergänzt die Ärztin des Gesundheitsamtes. An dieser bakteriellen Infektionskrankheit, die das Nervensystem und die Gelenke schädigen können, erkranken in Deutschland schätzungsweise 60.000 Menschen jährlich neu. Typische Kennzeichen seien meistens flächige Rötung an der Einstichstelle sowie grippeähnliche Symptome mit Fieber und Schwellungen der Lymphknoten. „Die Borreliose ist eine Krankheit, die wie eine Grippe beginnen und jahrzehntelang andauern kann“, erklärt Dr. Kühn. Deshalb sollte auch bei Borrelioseanzeichen sofort ärztlicher Rat eingeholt werden.

„Bevor Sie und Ihre Familie die Natur genießen, schützen Sie sich vor Zeckenstichen“, raten die beiden Ärzte des Gesundheitsamtes. Das Infektionsrisiko für alle durch Zecken übertragene Krankheiten kann gemindert werden, indem man sich kurzfristig mit Zecken abwehrenden Sprays oder Lotions schützt. Zusätzlich kann helle, geschlossene Kleidung und das Vermeiden von unwegsamem Gelände und Unterholz helfen, nicht von einer Zecke gestochen zu werden. Nach einem Spaziergang in der Natur sollte man sich und vor allem auch Kinder und Haustiere gründlich nach Zecken absuchen. Festgesaugte Tiere sollten so bald wie möglich mit einer geeigneten Pinzette oder einer speziellen Zeckenzange oder Zeckenkarte entfernt werden, so die weiteren Tipps der Experten.

Quelle: Silke Hartmann

Anzeige Swopper

 

 

Das könnte Sie auch interessieren…

WM 2026 Kostenfalle ?

Wird die FIFA Fußball WM 2026 zur Kostenfalle für Fußballfans? Die FIFA Fußball Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko wird eines der absoluten Highlights des Kalenderjahres und das nicht nur aus sportlicher Sicht, denn ein Event eines solchen Ausmaßes...

BMW rollt Hang hinab und verursacht hohen Sachschaden

Zu einem Verkehrsunfall mit erheblichem Sachschaden kam es am Mittwochmittag in der Neuwiesenstraße. Ein 37-jähriger Mann hatte gegen 13:25 Uhr seinen BMW am rechten Fahrbahnrand abgestellt und war gerade ausgestiegen, als sich das Fahrzeug plötzlich selbstständig...

Lebensqualität im Fokus: Innovative Therapieansätze für chronische Beschwerden im Jahr 2026

Chronische Schmerzen und neurologische Erkrankungen zählen 2026 immer noch zu den häufigsten Gründen für langfristige Behandlungen. Millionen Menschen benötigen dauerhafte Therapie – mit Folgen für Mobilität, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität. Die Bewältigung...

 Sinsheim – Veranstaltungen / Gewerbe

Werbung

Hier könnte Ihr Link stehen

Themen

Zeitreise

Archiv

Hier könnte Ihr Link stehen