Filmabend: „Die weiße Rose“

Anlässlich des Holocaust-Gedenktages unter Anwesenheit des Neffen der Geschwister Scholl

(zg) Die Volkshochschule Sinsheim, Jüdisches Leben Kraichgau e.V. und das Spiel-Mobil im Kraichgau e.V. zeigen anlässlich des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Holocaust traditionell einen Film mit anschließender Diskussionsmöglichkeit. Der Holocaust-Gedenktag wurde 2005 von den Vereinten Nationen eingeführt, um dem Holocaust sowie dem 60. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau zu gedenken. Am 27. Januar 2018 jährt sich die Befreiung von Auschwitz zum 73. Male. Im Jahr 2018 wird aber auch der 75ste Todestag der ersten Mitglieder der Widerstandbewegung „Die weiße Rose“, Christoph Probst, Hans Scholl und Sophie Scholl (22. Februar 1943), begangen.

Aus diesem Grund wird am Freitag, 26. Januar, im Haus der Volkshochschule Sinsheim um 19 Uhr der dokumentarische Spielfilm „Die weiße Rose“ von Michael Verhoeven aus dem Jahre 1982 gezeigt, freigegeben ab 12 Jahren.

München 1942. Die Studentengruppe Weiße Rose, unter ihnen die Geschwister Scholl, ruft mit Flugblättern zum Widerstand gegen Hitler und sein Regime auf. Unter Lebensgefahr bringen sie Flugblätter in andere Städte und schreiben nachts Parolen wie „Nieder mit Hitler“ an Häuserwände. Während sich die Schlinge der Gestapo immer enger um die Studenten zieht, knüpfen sie Kontakte zu anderen Widerstandsgruppen und sogar zu hohen Militärs. Anfang 1943 schlägt die Gestapo zu. Hans und Sophie Scholl werden im Hof der Münchner Universität verhaftet. Der Volksgerichtshof unter seinem Vorsitzenden Freisler verurteilt sie zum Tode. Das Urteil wird am 22. Februar 1943 vollstreckt.

Den Veranstaltern ist es gelungen, für diesen Abend den Neffen von Hans und Sophie Scholl, Julian Aicher, und seine Frau Christine Abele-Aicher, zu gewinnen, die im Anschluss an die Filmvorführung für eine intensive Aussprache zur Verfügung stehen werden. Der Eintritt ist frei, die Bevölkerung ist herzlich eingeladen.

Weitere Informationen sind aus dem VHS-Programmheft, dem Internet (www.vhs-sinsheim.de) bzw. der VHS-Geschäftsstelle (Telefon 07261/6577-0, Fax 6577-22, E-Mail: [email protected]) erhältlich.

Quelle: Siegbert Guschl

 

Veröffentlicht am 19. Januar 2018, 07:00
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