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200 Jahre Fahrrad

25. März 2017 | Allgemeines, Das Neueste

Eine alte Erfindung mit Zukunft – Pferdloses Fahrzeug fuhr erstmals durch Mannheim – 2016 rund 460 000 Elektrofahrräder in Baden‑Württemberg

Fakten aus der amtlichen Statistik zum 200. Geburtstag des Fahrrads: Karl Drais ist der Erfinder des Zweiradprinzips. Am 12. Juni 1817 fuhr er mit dem ersten pferdlosen Fahrzeug durch Mannheim, das zwei hintereinander laufende Räder hatte. Das war eine Innovation, denn Räder waren bisher wie bei Kutschen nebeneinander auf einer Achse angeordnet. Das Ur‑Fahrrad war aus Holz und wog rund 22 Kilogramm. Durch Abstoßen mit den Füßen konnte auch auf längeren Strecken eine Geschwindigkeit von rund 15 Stundenkilometern erzielt werden. Informationen zum Fahrrad kann das Statistische Landesamt zu verschiedenen Themen auswerten:

Rund 460 000 Elektrofahrräder in den Haushalten

In Baden‑Württemberg standen 2016 in rund 83 Prozent der privaten Haushalte Fahrräder, das sind 4,2 Mill. der knapp 5,1 Mill. Haushalte. Im Durchschnitt besitzt jeder Haushalt 2,05 Fahrräder. Damit gibt es rund 10,4 Mill. Fahrräder in den Haushalten im Südwesten. Nach den Ergebnissen der Laufenden Wirtschaftsrechnungen (LWR) befanden sich darunter rund 460 000 Elektrofahrräder.

Das »Fahrradgeschäft«

Im Südwesten gibt es nach Angaben des Unternehmensregisters im Statistischen Landesamt derzeit rund 1 000 Einzelhändler, die Fahrräder, Fahrradteile und das entsprechende Zubehör verkaufen. In diesen Betrieben sind rund 2 700 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte angestellt. Der Umsatz der Händler betrug 2014 rund 500 Millionen Euro.

Mit dem Fahrrad zur Arbeit, Schule oder Hochschule

Das Fahrrad war 2012 nach Ergebnissen des Mikrozensus für Berufspendler nur von untergeordneter Bedeutung. Die Mehrheit (64 Prozent), der Berufspendler fuhr selbst mit dem PKW zur Arbeit. Rund 13 Prozent nutzten öffentliche Verkehrsmittel (ÖPNV) und knapp 11 Prozent gingen zu Fuß. Mit knapp 8 Prozent folgt das Fahrrad erst auf Rang 4 der meistgenutzten Verkehrsmittel. Je größer die Gemeinden, desto höher ist der Anteil der Fahrradpendler. Den höchsten Anteil an Fahrradfahrern mit knapp 20 Prozent gab es in Städten zwischen 200 000 und 500 000 Einwohnern, Eine Ausnahme ist die Stadt Stuttgart, dort lag der mit dem Fahrrad absolvierte Berufsverkehr mit knapp 5 Prozent auf dem Niveau der Gemeinden mit weniger als 5 000 Einwohnern. Möglichweise spielt die besondere topographische Lage Stuttgarts hierbei eine Rolle.

Studierende nutzen Fahrrad am häufigsten

Bei Schülern und Studierenden an Fachhochschulen und Hochschulen sind Busse und Bahnen die am meisten genutzten Verkehrsmittel. Fast die Hälfte nutzt hier den ÖPNV für den Weg von der Wohnung zur Bildungsstätte. Vor allem allgemeinbildende Schulen werden häufig auch zu Fuß erreicht (34 Prozent). Am häufigsten wird das Fahrrad von Studierenden genutzt. Gut 20 Prozent fahren damit regelmäßig zur Hochschule. Berufsschüler nutzen mit rund 3 Prozent nur selten das Fahrrad, stattdessen fahren sie häufiger Auto (31 Prozent). Hinweis: Das Pendelverhalten wird im Mikrozensus nur alle 4 Jahre erhoben. Neuere Ergebnisse für das Jahr 2016 liegen voraussichtlich ab Herbst 2017 vor.

Anzeige SwopperUnfälle mit Fahrrädern

Im Jahr 2015 verunglückten insgesamt 8 440 Fahrradbenutzer im Straßenverkehr, 42 Radfahrer verloren dabei ihr Leben. Die zunehmende Nutzung von Elektrofahrrädern, d. h. Pedelecs und e‑Bikes, spiegelt sich auch im Unfallgeschehen wider. Lag die Zahl der verunglückten Pedelec-Nutzer 2015 bei 629, erhöhte sich deren Zahl im Jahr 2016 deutlich: Allein in den Monaten Januar bis November verunglückten schon 744 Personen mit Pedelecs. Entsprechend der geringeren Verbreitung von e‑Bikes im Straßenverkehr, fiel die Zahl der Verunglückten mit 37 Personen im Jahr 2015 und 40 in den Monaten Januar bis November 2016 bei e‑Bikes deutlich niedriger aus. Hinweis: Verkehrsunfälle mit e‑Bikes und Pedelecs sind seit 2014 in der Verkehrsunfallstatistik aufgenommen. Auch Kreisergebnisse liegen vor.

Fahrrad als Dienstfahrzeug

Seit 2012 fördert der Staat den Drahtesel als Dienstfahrzeug. Unternehmen können ihren Mitarbeitern Dienstfahrräder zu gleichen Konditionen wie für Dienstwagen zur Verfügung stellen. Die Regelung gilt für alle Fahrräder.

Ideen bewegen die Welt

Das Fahrrad wurde weltweit stets weiterentwickelt, auch der Gebrauch des Fahrrads hat sich im Lauf der Zeit immer wieder gewandelt. So wurde z. B das Mountainbike von Freizeitsportlern in Kalifornien erfunden, die aus Spaß Berge herunterfahren wollten. Heute ist das Mountainbike fast in jedem Haushalt vorhanden. Wie Ideen die Welt bewegen, zeigt der Vortrag von Dr. Carmina Brenner, der Präsidentin des Statistischen Landesamtes.

Innovationsindex für die EU und Baden‑Württemberg

Auch Karl Drais hat vor 200 Jahren für sein Ur-Fahrrad ein Patent angemeldet sowie zahlreiche andere Erfindungen entwickelt. Wie heute Erfindungen gemessen und verglichen werden können, zeigt der Innovationsindex des Statistischen Landesamtes. Er liegt seit 2004 für alle Regionen der Europäischen Union und für die Kreise im Südwesten vor.

Quelle: Statistisches Landesamt Baden Württemberg

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