Bleiben Sie informiert  /  Samstag, 21. März 2026

Informationen von Hier

Termine, Adressen, Vereine,
Lokalpolitik, Berichte und
Wirtschaftsinformationen

Direkt zur Redaktion

[email protected]

Übertragungen der elterlichen Sorge auf das Jugendamt oder geeignete Personen gestiegen

1. August 2017 | Das Neueste, Gesellschaft

Baden‑Württemberg: Für 477 Mädchen und 1 157 Jungen wurde Eltern das Sorgerecht entzogen

(zg) Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes haben im Jahr 2016 die Familiengerichte in Baden‑Württemberg für 1 634 Kinder und Jugendliche die voll­ständige oder teilweise Übertragung der elterlichen Sorge auf das Jugendamt oder einen Dritten als Vormund oder Pfleger angeordnet. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr (1 062) eine Steigerung um 54 %. Die Einschränkung oder der Entzug des Sorgerechts erfolgt, wenn eine Gefahr für das Wohl oder Vermögen des Minderjährigen auf andere Weise nicht abgewendet werden kann.

Auf Grund einer Gefährdung des Kindeswohls wurden von den Familiengerichten insgesamt 2 703 Maßnahmen landesweit eingeleitet, das sind 29 % mehr als im Vorjahr. Neben der Übertragung der elterlichen Sorge auf das Jugendamt oder einen Dritten als Vormund oder Pfleger (gut 60 %) hat das Familiengericht in 678 Fällen (25 %) die Inanspruchnahme von Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe angeordnet. Andere Gebote oder Verbote gegenüber Personensorgeberechtigen oder Dritten wurden in 271 Fällen ausgesprochen (10 %). Dazu gehören unter anderem das Gebot für die Einhaltung der Schulpflicht und das Verbot Kontakt mit dem Kind aufzunehmen. In 120 Fällen hat das Familiengericht Erklärungen des oder der Personensorgeberechtigten ersetzt, das entspricht gut 4 % der im Jahr 2016 eingeleiteten familiengerichtlichen Maßnahmen.

Die Anrufung des Familiengerichts kann darauf zurückzuführen sein, dass die Personensorgeberechtigten nicht bereit oder in der Lage waren, die Gefahr für das Kind abzuwenden oder bei der Gefährdungseinschätzung mitzuwirken oder einer Inobhutnahme widersprochen haben. Die insgesamt 2 703 familiengerichtlichen Maß­nahmen betrafen im Jahr 2016 deutlich mehr männliche Minderjährige (62 %) als weibliche. Bei den weiblichen Kindern und Jugendlichen waren die meisten zwischen 6 und 14 Jahre alt. Bei den männlichen Kindern und Jugendlichen hingegen waren die meisten zwischen 14 und 18 Jahre alt.

Anzeige SwopperQuelle: Statistisches Landesamt Baden Württemberg

 Sinsheim – Veranstaltungen / Gewerbe

Werbung

Hier könnte Ihr Link stehen

Themen

Zeitreise

Archiv

Hier könnte Ihr Link stehen

Sinsheim Veranstaltungen

Das könnte Sie auch interessieren…

Sanierung der Steinsfurter Straße

Sanierung der Steinsfurter Straße (L533) – Start des neuen Bauabschnitts am 30. März 2026 Ab Montag, den 30. März 2026, beginnt in der Steinsfurter Straße (L533) der zweite Bauabschnitt der laufenden Sanierungsarbeiten. In diesem Abschnitt wird der Knotenpunkt...

Autofahrerin verliert Kontrolle auf der A6 und prallt gegen Leitwand

Eine 39-jährige Autofahrerin hat am Donnerstagabend auf der A6 zwischen den Anschlussstellen Sinsheim und Wiesloch die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren und ist verunglückt. Der Unfall ereignete sich gegen 22:45 Uhr in Fahrtrichtung Mannheim. Nach bisherigen...

TSG vor Spitzenspiel bei RB Leipzig

Ilzer: „Wir freuen uns auf diese Aufgabe“ – TSG vor Spitzenspiel bei RB Leipzig Am Freitagabend trifft die TSG Hoffenheim auf RB Leipzig (20:30 Uhr, Liveticker in der TSG-App und auf tsg-hoffenheim.de). Cheftrainer Christian Ilzer äußerte sich auf der Pressekonferenz...