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Wegen Böschungsabdichtung B 292 zwischen Bernau und Helmstadt

27. März 2018 | Allgemeines, Das Neueste, Photo Gallery

Am Donnerstag, 29. März zwischen 9.00 und 15.30 Uhr halbseitig gesperrt

(Foto Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis): B 292 zwischen Bernau und Helmstadt – die wiederverfüllte und eingeebnete Fläche mit den drei Kontrollpegeln im Abstrom der Eintragsstelle. Mittlerweile gibt es auch einen Pegel direkt in der Eintragsstelle und am kommenden Mittwoch, 28. März 2018 wird dort noch eine größere Messstelle gebohrt. Das Wasser aus den Trinkwasserbrunnen wird derzeit einmal wöchentlich untersucht.

Wie das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis in einer aktuellen Pressemitteilung informiert, ist die Bundesstraße (B) 292 zwischen Bernau und Helmstadt wegen der provisorischen Abdichtung der Böschung infolge des schweren Gefahrgutunfalls im Januar 2018 zwischen 9 und 15:30 Uhr halbseitig gesperrt. Eine Ampel regelt den Verkehr.

„Die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer werden um Verständnis für diese Maßnahme gebeten“, so Matthias Knörzer, Betriebsdienstleiter der Straßenmeistereien im Straßenbauamt des Rhein-Neckar-Kreises, das diese Maßnahme ausführt.

Hintergründe:

Bei dem US-Tanklastzugunfall im Januar 2018 auf der B 292 bei Waibstadt waren fast 3.500 Liter Flugturbinenkraftstoff (Kerosin) und kleinere Mengen an Diesel und Motoröl im Erdreich versickert. Als erste Sanierungsmaßnahme hat das Wasserrechtsamt im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis den Austausch des kontaminierten Bodens veranlasst, bei dem die Straßenböschung bis an die Grenze der Standsicherheit abgebaggert worden ist. „Dennoch sind Verunreinigungen der Böschung verblieben“, erläutert Reinhold Grünberger vom Wasserrechtsamt der Kreisbehörde. Erste Messungen zeigen, dass von dieser Restbelastung möglicherweise eine Gefahr für das Grundwasser ausgeht. Eine gutachterliche Beurteilung durch das von der Stadt Waibstadt beauftragte Ingenieurbüro ist zurzeit in Arbeit. „Bis geklärt ist, ob die Restbelastung entfernt werden muss und in welcher Weise die Arbeiten durchgeführt werden, hat das Ingenieurbüro in Abstimmung mit dem Wasserrechtsamt vorgeschlagen, eine provisorische Abdichtung vorzunehmen“, informiert Grünberger weiter. Mit dieser soll verhindert werden, dass weiterhin Niederschläge und Straßenabflüsse in die Böschung eindringen, diese durchsickern und Schadstoffe auswaschen.

Nachdem die zuständige Stelle der US-amerikanischen Streitkräfte und die für die Schadensregulierung zuständige Bundesanstalt für Immobilienaufgaben zugestimmt haben, wird die Abdichtung nun vom Straßenbauamt des Landratsamtes Rhein-Neckar-Kreis ausgeführt. Sie besteht aus einer stabilen, schweren Folie, die so an der Böschung befestigt wird, dass das Regenwasser seitlich an dem Schadensherd vorbeigeleitet wird. Der Schadensherd befindet sich etwa 200 Meter nördlich der Trinkwasserentnahmebrunnen Waibstadt im Wasserschutzgebiet des Zweckverbandes Unterer Schwarzbach. Die Brunnen der Wassergewinnung werden seit dem Schadensereignis einmal wöchentlich beprobt. „Alle Wasserproben waren glücklicherweise bislang ohne Beanstandung“, so Reinhold Grünberger. Am kommenden Mittwoch, 28. März 2018 wird eine zusätzliche Messstelle direkt an der Unfallstelle neben der B 292 gebaut. Der Verkehr ist hiervon nicht beeinträchtigt.

Quelle: Silke Hartmann

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