Bleiben Sie informiert  /  Donnerstag, 25. Juni 2026

Informationen von Hier

Termine, Adressen, Vereine,
Lokalpolitik, Berichte und
Wirtschaftsinformationen

Direkt zur Redaktion

[email protected]

Zeckenschutzimpfung nicht vergessen

23. April 2018 | Das Neueste, Gesundheit

Aufruf des Gesundheitsamtes und der Ärzte in der Region

Zu Schutzimpfungen gegen gefährliche Folgen von Zeckenbissen haben das Gesundheitsamt im Rhein-Neckar-Kreis, das auch für die Stadt Heidelberg und somit für über 620.000 Einwohnerinnen und Einwohner zuständig ist, und die Ärzte in der Region aufgerufen. „Gemeinsam mit Bayern und Thüringen führt Baden-Württemberg die Hitliste der Risikogebiete  an“, erläutert der Leiter des Gesundheitsamts, Dr. Rainer Schwertz. Betroffen seien Menschen, die oft in der Natur oder im Wald unterwegs sind. Zeckenstiche können die Lyme-Borreliose oder die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) auslösen.

Nach Angaben von Dr. Anne Kühn, die im Gesundheitsamt für den Infektionsschutz zuständig ist, kennzeichnen Fieber, Erbrechen und Kopfschmerzen die FSME. Bei schweren Krankheitsverläufen können neurologische Probleme wie etwa Lähmungen hinzukommen. Wer solche Symptome beobachtet, sollte diese ernst nehmen und schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen. „Eine Impfung“, so Dr. Kühn, „halte ich nach wie vor für das sicherste Mittel gegen die Krankheit, besonders für ältere Menschen.“ Die Kosten hierfür tragen die Krankenkassen.  „Nach der uns vorliegenden Statistik gab es in Deutschland im Jahr 2016 485 Menschen, die an FSME erkrankt sind, im Rhein-Neckar-Kreis und der Stadt Heidelberg waren es  4 Erkrankte.“

„Gegen die Lyme-Borreliose kann man sich allerdings nicht durch eine Impfung schützen“, ergänzt die Ärztin des Gesundheitsamtes.  An dieser bakteriellen Infektionskrankheit, die das Nervensystem und die Gelenke schädigen können, erkranken in Deutschland schätzungsweise 60.000 Menschen jährlich neu. Typische Kennzeichen seien meistens flächige Rötung an der Einstichstelle sowie grippeähnliche Symptome mit Fieber und Schwellungen der Lymphknoten. „Die Borreliose ist eine Krankheit, die wie eine Grippe beginnen und  jahrzehntelang andauern kann“, erklärt Dr. Kühn. Deshalb sollte auch bei Borrelioseanzeichen sofort ärztlicher Rat eingeholt werden.

„Bevor Sie und Ihre Familie die Natur genießen, schützen Sie sich vor Zeckenstichen“, raten die beiden Ärzte des Gesundheitsamtes. Das Infektionsrisiko für alle durch Zecken übertragene Krankheiten kann gemindert werden, indem man sich kurzfristig mit Zecken abwehrenden Sprays oder Lotions schützt. Zusätzlich kann helle, geschlossene Kleidung und das Vermeiden von unwegsamem Gelände und Unterholz helfen, nicht von einer Zecke gestochen zu werden. Nach einem Spaziergang in der Natur sollte man sich und vor allem auch Kinder und Haustiere gründlich nach Zecken absuchen. Festgesaugte Tiere sollten mit einer geeigneten Pinzette oder einer speziellen Zeckenzange oder Zeckenkarte entfernt werden, so die weiteren Tipps der Experten.

Quelle: Silke Hartmann

Anzeige Swopper

 Sinsheim – Veranstaltungen / Gewerbe

Werbung

Hier könnte Ihr Link stehen

Themen

Zeitreise

Archiv

Hier könnte Ihr Link stehen

Sinsheim Veranstaltungen

Das könnte Sie auch interessieren…

Moderne Diagnostik und Therapie bei Gallen- und Harnsteinen

Moderne Diagnostik und Therapie bei Gallen- und Harnsteinen Medizinische Vortragsveranstaltung in der GRN-Klinik Sinsheim am 1. Juli Steinerkrankungen der Gallenwege und des Harntrakts zählen zu den häufigsten Erkrankungen des Verdauungs- und Harnsystems. Millionen...

Erfolgreiches Trainer- und Analyse-Team verlängert bei der TSG

Erfolgreiches Trainer- und Analyse-Team verlängert bei der TSG Hoffenheim Fußball-Bundesligist TSG 1899 Hoffenheim hat die Verträge seines Trainer- und Analyse-Teams vorzeitig und langfristig verlängert. Damit setzt der Klub ein weiteres Zeichen für Stabilität und...

Gründung Arbeitskreis Euthanasie

Gründung Arbeitskreis Euthanasie Die Stadt Sinsheim gründet einen Arbeitskreis zum Thema „Euthanasie“, um die Schicksale der Opfer der nationalsozialistischen Krankenmorde sowie ihrer Angehörigen und Hinterbliebenen aufzuarbeiten. Die Initiative geht vom Stadtarchiv...