Mit dem Frühling beginnt wieder die jährliche Amphibienwanderung. Erdkröten und andere Amphibien ziehen dann bei Temperaturen über fünf Grad Celsius in den Abendstunden zu ihren Laichgewässern – teils bis zu 2,2 Kilometer weit. Dabei bewegen sie sich sehr langsam: Für das Überqueren einer 15 Meter breiten Straße benötigen sie 15 bis 20 Minuten. Für Fahrzeuge bedeutet das ein hohes Unfallrisiko – sowohl für die Tiere als auch für Helferinnen und Helfer.
Um die Amphibien zu schützen, ergreift die Stadt Sinsheim jährlich verkehrsbeschränkende Maßnahmen. Diese gelten ab Mitte Februar bis voraussichtlich Ende Mai:
Vollsperrungen für den Gesamtverkehr:
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Gemeindeverbindungsweg Hoffenheim – Daisbach
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Gemeindeverbindungsweg Hasselbach – Neckarbischofsheim
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Kreisstraße K4174 Zuzenhausen – zur L612 Richtung Horrenberg
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Reihen Forstweg (Radweg) zur Keller‘schen Mühle
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Reihen Wirtschaftsweg (Radweg) Richtung Ittlingen
Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit:
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Eschelbach – Landwirtschaftlicher Weg Tairnbacher Straße/Herrenbach
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Dühren – „Seeweg“
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Gemeindeverbindungsweg L550 – Hammerau – K4277 (nur für „Anlieger frei“)
Die Maßnahmen dienen dem Schutz der Tiere sowie der ehrenamtlichen Helfer, die die Amphibien an den Fangzäunen einsammeln. Außerdem unterstützen sie den Umwelt- und Naturschutz. Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass die Sperrungen und Geschwindigkeitsbegrenzungen durch das Ordnungsamt und die Polizei überwacht werden. Autofahrerinnen und Autofahrer werden gebeten, sich rücksichtsvoll zu verhalten, um Unfälle zu vermeiden und die Tiere zu schützen.










