Gemeinsam mit der Stadt Heilbronn, vierzehn Städten und Gemeinden aus dem Landkreis Heilbronn, Neckar-Zaber Tourismus sowie aus Hohenlohe der Stadt Öhringen präsentiert die Kulturregion HeilbronnerLand „Starke Frauen im HeilbronnerLand“.
Die Veranstaltungsreihe umfasst einen beeindruckend vielfältigen Strauß an Vorträgen, Lesungen, Konzerten, Führungen und Ausstellungen. Im Mittelpunkt stehen dabei Frauen, die durch ihre Person oder ihre Tätigkeit nachhaltige Spuren in der Region hinterlassen haben oder diese noch heute prägen. Auch in Eppingen haben wir uns auf zwei beeindruckende Frauen konzentriert. Zu Selma Rosenfeld, Namensgeberin der örtlichen Realschule, und Wilhelmine Müller, eine aus Adelshofen stammende Dichterin, gibt es zwei spannende Vorträge im Bürgerhaus Schwanen.
Selma Rosenfeld (1892-1984) – Pädagogin, Professorin, Autorin und Namensgeberin
Vortrag von Lisa-Damaris Reimold und Michael Heitz
Donnerstag, den 24. September, 18:30 Uhr
Bürgerhaus Schwanen, Eppingen
Eintritt frei.
Die beiden Referierenden Lisa-Damaris Reimold und Michael Heitz sind seit über 20 Jahren von dieser besonderen Persönlichkeit fasziniert und geben an diesem Abend Einblicke in ihre Recherchen und das sowohl bewegte als auch facettenreiche Leben von Selma Rosenfeld.
Ihre Lebensstationen führten über das Karlsruher Lehrerinnenseminar zunächst in den badischen Volksschuldienst nach Lahr, Gemmingen und Eppingen, bevor sie dann in den 1920er Jahren in die USA emigrierte und ihre Studien an der University of California fortsetzte. Am Los Angeles City College hatte Selma Rosenfeld über viele Jahre die Professur für Deutsch inne und prägte mehrere Generationen von Studierenden, darunter auch einige später erfolgreiche Schauspieler*innen und Musiker*innen.
„Ich kämpfte tapfer für des Weibes Rechte“ – Wilhelmine Müller: Selbstbehauptung
einer Dichterin um 1800
Referentin: Dr. Giovanna-Beatrice Carlesso
Donnerstag, den 8. Oktober, 18 Uhr
Bürgerhaus Schwanen, Eppingen
Eintritt frei.
Zu ihren Lebzeiten zählte Wilhelmine Müller, geb. Maisch, (1767–1807) zu den meistveröffentlichten Dichterinnen im deutschsprachigen Raum. Heute ist sie nahezu vergessen. Der Vortrag folgt ihrem Weg aus einfachen Verhältnissen in die literarische Öffentlichkeit und richtet den Blick dabei auch auf Adelshofen, wo die Pfarrerstochter ihre Jugend verbrachte und ihr dichterisches Talent erstmals entdeckt und gefördert wurde. Am Beispiel dieser regional verwurzelten Autorin zeigt sich, welche Bildungswege und Gestaltungsmöglichkeiten sich eine mutige Frau um 1800 erschließen konnte. Giovanna-Beatrice Carlesso, Leiterin des Theodor-Heuss-Museums in Brackenheim, ist promovierte Literaturwissenschaftlerin, Autorin und Ausstellungsmacherin.
Quelle: Stadt Eppingen





