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FDP wünscht sich weniger Emotionen und mehr Sachlichkeit

21. Mai 2013 | Das Neueste, FDP

(zg) Nachdem sich in den vergangenen Wochen in Reichartshausen die Emotionen zum Thema Windkraft immer höher schaukelten, wünscht sich die lokale FDP wieder mehr Sachlichkeit in der Debattenkultur. Denn unter Beachtung der sachlichen Fakten, zeichnet sich immer mehr ab, dass Windräder in Reichartshausen ohnehin keine Chance haben werden.

Jüngst veröffentlichte das baden-württembergische Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft einen Potenzialatlas für Erneuerbare Energien, welcher unabhängig vom oftmals zitierten Windatlas erstellt wurde. In diesem Atlas wurde für die gesamte Gemarkung Reichartshausen keinerlei Potenzial errechnet. Es ist also damit zu rechnen, dass somit auch die Werte nach der Windmessung kaum neue Erkenntnisse bringen werden.

Die FDP Reichartshausen geht ebenfalls davon aus, dass sich die Grundlagen des EEG bis Baubeginn stark verändert haben werden. Die Zeag hatte in ihrer Informationsveranstaltung im November bereits offen zugegeben, dass man die möglichen Anlagen, trotz der hohen Umlagen aus dem EEG, wohl lediglich am unteren wirtschaftlichen Limit betreiben werden kann. Sollte das EEG daher in naher Zukunft auch nur in geringstem Umfang zugunsten des Stromverbrauchers reformiert werden, wäre eine wirtschaftliche Betreibung der Anlagen ohnehin vom Tisch.

„Wir erwarten nicht, dass ein privater Investor unter diesen Voraussetzungen auf die Idee kommt in Reichartshausen Windräder zu bauen. Weder im Gemeindewald, noch im Staatswald. Denn jeder kaufmännische Unternehmer verfolgt das Motto, das bereits früh von der FDP Reichartshausen ausgegeben wurde: Windenergie sollte dort gewonnen werden, wo es sich auch wirklich lohnt.“, ist sich die FDP-Vorstandschaft um Patrick Klein und Jürgen Briesemann sicher. „Sollte sich dann plötzlich ein halbstaatliches Energieunternehmen, gelenkt von der grün-roten Landesregierung, trotz aller Unsinnigkeit für den Bau interessieren, dann sollten wir sachlich bleiben und uns überlegen, ob wir nicht per Befragung jeden einzelnen Bürger Reichartshausens mitentscheiden lassen.“

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