Bleiben Sie informiert  /  Montag, 02. Februar 2026

Informationen von Hier

Termine, Adressen, Vereine,
Lokalpolitik, Berichte und
Wirtschaftsinformationen

Direkt zur Redaktion

[email protected]

Flüchtlingsgipfel: Handwerk steht bereit

28. Juli 2015 | Das Neueste, Politik

Jetzt muss die Politik mitziehen

Der Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT) begrüßt den heutigen (27.07.) zweiten Flüchtlingsgipfel der Landesregierung. Das Handwerk sei bereit und in der Lage, sagte Hauptgeschäftsführer Oskar Vogel, einen wichtigen Beitrag zur Integration zu leisten: „Jetzt muss auch die Politik mitziehen und die Rahmenbedingungen verbessern, damit unsere Betriebe Rechtssicherheit haben.“

Die jüngste Reform des Bleiberechts bezeichnete Vogel als weiteren Schritt in die richtige Richtung, allerdings beinhalte das Aufenthaltsgesetz immer noch zu viele Unwägbarkeiten: „Das Thema Ausbildung gleicht einem Puzzle, bei dem die einzelnen Teile nicht zueinanderpassen.“ Der Bund spreche von einer mindestens einjährigen Duldung, das baden-württembergische Innenministerium empfehle in seinen aktuellen Leitlinien, den Aufenthalt im letzten Ausbildungsjahr zu ermöglichen. „Und was ist mit der Zeit dazwischen?“ fragte Vogel. Er monierte ein zu zaghaftes Vorgehen und bekräftigte die Forderung des Handwerks nach einer „3 + 2“-Lösung, die eine Duldung während der Ausbildung plus mindestens zwei Jahre darüber hinaus vorsehe, wenn die Übernahme gesichert sei.

Anzeige SwopperOffen sei nach wie vor die Frage stellen, wie man Flüchtlinge in qualifizierte Arbeit bringe, sagte Vogel weiter. Viele brächten aus ihren Heimatländern wertvolle berufliche Kompetenzen mit. Die Kammern seien dafür zuständig, Qualifikationen zu prüfen und anzuerkennen. Doch das sei leichter gesagt als getan: „Wenn sämtliche Dokumente fehlen, bedarf es der Fachgespräche oder Arbeitsproben in Werkstätten, es müssen Prüfer und Dolmetscher anwesend sein.“ Der Aufwand sei groß und die Kosten könnten nicht von den Flüchtlingen getragen werden. Es sei aber auch noch immer ungeklärt, wer dies stattdessen übernehme. Die Handwerksorganisation sei damit überfordert. Sinnvoll sei ohnehin eine Kompetenzerfassung, bevor das aufwendige Verfahren gestartet werde. Vogel: „Das wäre ohne Weiteres in den Bildungsstätten des Handwerks möglich.“ Zudem könnten im Anschluss die Handwerkskammern auch Praktika vermitteln.

Das gemeinsame Ziel des Gipfels müsse es sein, mehr Flüchtlinge noch schneller in Ausbildung oder Arbeit zu integrieren. „Dies würde auch die Bereitschaft in den Kommunen erhöhen, weitere Flüchtlinge aufzunehmen“, ist sich Vogel sicher.

Das BWHT-Positionspapier „Bei uns kommt es nicht darauf an, wo man herkommt. Sondern wo man hin will“ steht unter www.handwerk-bw.de/positionspapiere zum Download bereit.

 Quelle: Eva Hauser

Das könnte Sie auch interessieren…

Olaf Scholz zu Gast im Technik Museum Sinsheim

Olaf Scholz zu Gast im Technik Museum Sinsheim – Dialogveranstaltung zur Landtagswahl Bundeskanzler a.D. Olaf Scholz kommt am Mittwoch, 11. Februar, um 18 Uhr ins Technik Museum Sinsheim. Im Rahmen einer öffentlichen Dialogveranstaltung wird er gemeinsam mit dem...

WM 2026 Kostenfalle ?

Wird die FIFA Fußball WM 2026 zur Kostenfalle für Fußballfans? Die FIFA Fußball Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko wird eines der absoluten Highlights des Kalenderjahres und das nicht nur aus sportlicher Sicht, denn ein Event eines solchen Ausmaßes...

BMW rollt Hang hinab und verursacht hohen Sachschaden

Zu einem Verkehrsunfall mit erheblichem Sachschaden kam es am Mittwochmittag in der Neuwiesenstraße. Ein 37-jähriger Mann hatte gegen 13:25 Uhr seinen BMW am rechten Fahrbahnrand abgestellt und war gerade ausgestiegen, als sich das Fahrzeug plötzlich selbstständig...

 Sinsheim – Veranstaltungen / Gewerbe

Werbung

Hier könnte Ihr Link stehen

Themen

Zeitreise

Archiv

Hier könnte Ihr Link stehen