Bleiben Sie informiert  /  Freitag, 20. März 2026

Informationen von Hier

Termine, Adressen, Vereine,
Lokalpolitik, Berichte und
Wirtschaftsinformationen

Direkt zur Redaktion

[email protected]

Artenschutz bei Baumaßnahmen

9. November 2016 | Das Neueste, NABU Sinsheim, Photo Gallery

20140929-nabu-mauersegler-erlenbach2(zg) Kein seltener Fall: Das Haus soll neu gestrichen werden, das Gerüst ist gestellt und erst da fällt auf, dass unter dem First Schwalben brüten. Was tun?

Wärmedämmung, Sanierung, Ausbau des Dachbodens oder andere Baumaßnahmen führen immer wieder zu Fragen und größeren Eingriffen bei geschützten Arten wie z. B. Fledermäusen und Schwalben. Wichtig ist daher, dass  Bauherren, Handwerker  und Bauleiter rechtzeitig erkennen, ob geschützte Arten betroffen sind und wie sie  deren Vorkommen ohne großen Aufwand erhalten können. Es ist sogar oft mit sehr einfachen Mitteln möglich, den Arten im Rahmen eines Neu- oder Umbaus eine neue Heimat zu geben, auch wenn sie bisher nicht am oder im Gebäude vorkommen.

Viele gebäudebewohnende Vogel- und Fledermausarten sind sehr standorttreu, d. h. sie kehren jedes Jahr wieder an die gleichen Stellen am Haus zurück. Bestehende Brutplätze bzw. Quartiere sollten daher bei einem Bauvorhaben nach Möglichkeit immer erhalten werden.

Ist dies jedoch nicht machbar, sollte  an gleicher Stelle Ersatz geschaffen werden, um den Tieren die Wiederbesiedelung zu erleichtern. Darüber hinaus können natürlich auch zusätzlich neue Nistmöglichkeiten hergestellt werden.

Anzeige SwopperDie europäischen Vogelarten und unsere heimischen Fledermäuse sind alle durch das Bundesnaturschutzgesetz geschützt. Das heißt, sie dürfen weder gestört, gefangen, getötet noch ihre Quartiere (Fortpflanzungs- und Ruhestätten) beschädigt, zerstört oder verschlossen werden. Sind Quartiere bei Baumaßnahmen betroffen, müssen die Eingriffe mit der Unteren Naturschutzbehörde im Vorfeld abgesprochen und ggf. genehmigt werden, sonst drohen empfindliche Strafen. Bei frühzeitiger Planung lassen sich meist einfache Lösungen finden, um den betroffenen Vogel- und Fledermausarten trotz Umbau bzw. Sanierung auch weiterhin Platz zu bieten.

All diese Fragestellungen sind Thema des Infoabends des NABU Sinsheim „Artenschutz bei Baumaßnahmen“  am Donnerstag, dem 17.November im Musiksaal des Sinsheimer Wilhelmi-Gymnasiums. Mit Frau Dr. Marion Zobel, Projektleiterin des Projektes „Artenschutz am Haus“ und Fachreferentin im  Ministerium für Ländlichen Raum Baden Württemberg, konnte für die Veranstaltung eine erfahrene Expertin gewonnen werden. Sie wird den Teilnehmern dieses wichtige Thema  näher bringen und für Fragen und Diskussion zur Verfügung stehen. Es wird herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei, Beginn ist um 19:00 Uhr.

Quelle: Anja Wirtherle

 Sinsheim – Veranstaltungen / Gewerbe

Werbung

Hier könnte Ihr Link stehen

Themen

Zeitreise

Archiv

Hier könnte Ihr Link stehen

Sinsheim Veranstaltungen

Das könnte Sie auch interessieren…

TSG vor Spitzenspiel bei RB Leipzig

Ilzer: „Wir freuen uns auf diese Aufgabe“ – TSG vor Spitzenspiel bei RB Leipzig Am Freitagabend trifft die TSG Hoffenheim auf RB Leipzig (20:30 Uhr, Liveticker in der TSG-App und auf tsg-hoffenheim.de). Cheftrainer Christian Ilzer äußerte sich auf der Pressekonferenz...

Unfall auf der A6 bei Sinsheim: Vier Fahrzeuge beteiligt – zwei Leichtverletzte

Bei einem Verkehrsunfall auf der A6 bei Sinsheim sind am Mittwochmorgen zwei Menschen leicht verletzt worden. Nach Angaben der Polizei waren insgesamt vier Fahrzeuge in den Unfall verwickelt, der Sachschaden wird auf rund 35.000 Euro geschätzt. Eine 36-jährige...

Sonderausstellung im Technik Museum ist verlängert

„Legenden auf Rädern“ im Technik Museum Speyer verlängert – Fokus auf den Mercedes-Benz Unimog Die Sonderausstellung „Legenden auf Rädern – Pioniergeist, Innovation, Tradition“ im Technik Museum Speyer wird aufgrund des großen Besucherinteresses und der positiven...