Auf die Plätze, Heimat – los!

250 junge Christen feiern JuMi-Picknick auf dem Buchenauerhof

(zg) „Auf die Plätze, Heimat, Los!“ So lässt sich das diesjährige Jugendmissionsevent der Hilfs- und Missionsorganisation DMG und des Theologischen Seminars Adelshofen (TSA) zusammenfassen. 250 Teilnehmer fanden am Samstag auf dem Buchenauerhof in einem Meer von bunten Picknickdecken ihren Platz, begrüßten in die Heimat zurückgekehrte Missionare, freuten sich über Livemusik und Impulse zum Thema: Loslassen, losbeten, losgehen.

Kleine Heimat, große Wirkung

Das JuMi 2020 ist anders als sonst. Wo in den letzten Jahren rund 500 Besucher in der Halle zusammenkamen, gestalten sich dieses Jahr die Teilnehmer draußen auf der großen Wiese auf rund 100 Picknickdecken ihre kleine Heimat, bringen Campingstühle oder auch Sonnenschirme mit – denn die Sonne strahlt mit den Besuchern um die Wette. 32 junge Leute, die von ihrem kurzen Auslandseinsatz zurückgekehrt sind, werden heute hier begrüßt und erhalten auf der Bühne ihre Zertifikate. Sieben von ihnen haben extra fürs Fest eine Band gegründet und sorgen für begeisternde Livemusik auf dem Buchenauerhof. JuMi   Teilnehmerin Doreen schwärmt: „Endlich haben wir mal wieder die Chance mit so vielen Leuten gemeinsam Gott zu loben und ihm Lieder zu singen – mir hat das sehr gefehlt in den letzten Monaten!“ Mit der Schubkarre teilt das Küchenteam der DMG liebevoll eingepackte Lunchpakete aus – Brotzeit, Obst, Trinkschokolade und ein „schön, dass du da bist“ Stempel auf jeder Picknicktüte. Das JuMi 2020 wirkt vertraut, gemütlich, heimatlich.

Bei jeder Ansprache, bei jedem Seminar, bei jedem Lied ist die Größe Gottes zu spüren. Das ist auch der rote Faden, der sich durch diesen Tag zieht: Selbst, wenn wir alleine nur kleine Möglichkeiten haben oder plötzlich eingeschränkt werden, kann Gott trotzdem etwas Großes daraus machen. Bei uns daheim, auf der Picknickdecke auf dem Buchenauerhof und auch in der weltweiten Mission – wer losgeht, kann viel bewirken. So berichten auf der Bühne Mitarbeiter von ihren Erlebnissen:  Vor dem Picknick lädt Sam aus Frankreich, der über seine Arbeit mit muslimischen Menschen berichtet, zum Nachdenken ein: Wie ernährst du eigentlich dein Herz? Ist Jesus dein Brot des Lebens, so wie es die Bibel sagt? Christoph redet über das berührende Rollstuhlprojekt in Thailand und Naomi, die aus Nigeria zurück ist, erzählt von ihrer herausfordernden Arbeit als Hebamme, bei der Gott ihr immer wieder seine Treue gezeigt hat. Übers Losgehen hat sich auch das Jahresteam der DMG Gedanken gemacht und ein Anspiel vorbereitet. Die Botschaft: Wenn wir in Gottes „Zug des Lebens“ einsteigen, dürfen wir ihm vertrauen, dass er weiß wo es hingeht. Und manchmal, ja da geht es nur bis zur nächsten Haltestelle, weil Gott uns genau in unserer Heimat gebrauchen will.

Voll besuchte Seminare

Losgehen bedeutet nicht immer einmal um die halbe Welt zu fliegen. „Missionar“ können wir auch in der eigenen Heimat sein. Darüber spricht DMG Mitarbeiterin Nicole Knorr in ihrem Seminar: Wie können wir daheim Menschen von Jesus erzählen und ihnen durch seine Liebe Mut machen? Ganz deutlich wird das, als alle JuMi Teilnehmer Mutmachbotschaften auf kleine Papierflieger schreiben und sie in die Luft schicken. Manche fliegen bis zur nächsten Picknickdecke, andere sausen weiter. So gebraucht Gott seine Menschen ganz einzigartig. Wir gehen los, er macht was draus. Los in ein anderes Land, oder an Ort und Stelle einfach einen Schritt auf unsere Mitmenschen zu. Was vor dem Losgehen wichtig ist, fasst Simon Gruber in seiner Predigt zusammen: „Mach dich auf. Aber triff zuerst zusammen mit Gott die Grundsatzentscheidungen, zum Beispiel, wenn es um Werte, Beziehungen oder Finanzen geht.“ Wie man sich in der Bibel zurechtfindet und zuhause fühlt, erzählt Siggi Waldmann vom Theologischen Seminar Adelshofen in seinem voll besetzten Kurs „Heimat Bibel“. Wie wir selbst Heimat für andere sein können, und das schon mit ein paar Worten, das erfährt man im Seminar „Herzenssprachen“ von Missionsleiter Günther Beck und seinem Team. In Arabisch, Türkisch, Spanisch, Russisch und Chinesisch und mit viel Lachen, lernen die Teilnehmer ihre Nachbarn zu begrüßen, die eine andere Sprache sprechen.

Äußerlich auf Abstand, innerlich ganz nah

Begrüßung und Wiedersehensfreude sind auch auf dem JuMi 2020 an diesem Samstag riesig – trotz des Abstands.  „Was mich beeindruckt hat, war die Disziplin und Rücksichtnahme der Besucher – alle hielten sich an die Sicherheitsvorschriften, sodass wir reibungslos und fast wie immer unser JuMi feiern konnten“, lobt Simon Georg, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der DMG. Viele Teilnehmer kennen sich vom letzten Fest, oder waren auch schon mal mit der DMG im Einsatz. Die Missionare werden herzlich empfangen, die Gemeinschaft lässt die JuMi Besucher und Mitarbeiter spüren, was bei der DMG schon immer gelebt wird:

Auch, wenn die Menschen hier äußerlich auf Abstand sind, sei es wegen der aktuellen Lage oder eben, weil sie auf dem ganzen Globus verteilt arbeiten – innerlich sind sie durch ihren Glauben an Jesus verbunden und haben Heimat beieinander.

Quelle: Corinna Schmid

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Veröffentlicht am 4. August 2020, 02:02
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