AVR-Geschäftsführer Alfred Ehrhard geht in den Ruhestand

Der langjährige Geschäftsführer der AVR Abfallverwertungsgesellschaft des Rhein-Neckar-Kreises mbH hat seinen letzten Arbeitstag am 31. Oktober 2013. Dann beginnt er einen neuen Lebensabschnitt im Ruhestand. Er steht seit 1990 – also 23 Jahre lang an der Spitze des Abfallunternehmens und hat dessen Entwicklung entscheidend geprägt.

Im Jahre 1990 wurde er vom Kreistag des Rhein-Neckar-Kreises mit der Aufgabe des Geschäftsführers der neu gegründeten AVR Abfallverwertungsgesellschaft des Rhein-Neckar-Kreises beauftragt.

Der leitende Kreisverwaltungsdirektor und langjährige Finanzdezernent des Rhein-Neckar-Kreises erfüllt diese Aufgabe mit vollem Engagement und entwickelte die AVR zu einem Dienstleistungsunternehmen, das heute nicht nur in der Abfallwirtschaft sondern auch erfolgreich auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien tätig ist. Angefangen mit wenigen Mitarbeitern im Jahr 1991 wurde im Jahr 2013 die 600 erreicht, eine Zahl, auf die Ehrhard mächtig stolz ist und für die er auch die Verantwortung als Arbeitgeber gerne trägt.

Das ursprüngliche Konzept des Kreises aus dem Jahr 1990 war es, die Abfallwirtschaft zu optimieren. Ging es früher um reine Abfallbeseitigung, so hat sich die Aufgabenstellung immer wieder erweitert, von der Abfalltrennung mit umfassendem Sammeln und Verwerten von Wertstoffen über die Grüne Tonne plus bis zur Einführung der gebührenfreien BioEnergieTonne. Ehrhard hat es geschafft, ein einheitliches Abfallwirtschaftskonzept zu entwickeln, dem sich alle 54 Kreisgemeinden angeschlossen haben. Somit konnte eine einheitliche und wirtschaftliche Abfallwirtschaft im Rhein-Neckar-Kreis umgesetzt werden.

2001 gründete die AVR eine Tochtergesellschaft, die GAW. Diese Gesellschaft hat sich danach zur AVR Gebäude Service GmbH entwickelt. Dieses AVR Unternehmen vereinigt Dienstleistungen rund um die Gebäudereinigung aus einer Hand. Ob Unterhalts- Glas- oder Sonderreinigungen, mit rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden alle Gebäude des Rhein-Neckar-Kreises und der AVR versorgt. Insgesamt 45 Objekte – von den kleinen Straßenmeistereien bis zu den großen Verwaltungsgebäuden wie dem Landratsamt in Heidelberg oder dem AVR Gebäude in Sinsheim – werden täglich gereinigt.

Im Jahre 2002 war es der Verdienst von AVR-Geschäftsführer Ehrhard, dass eine Zusammenarbeit mit dem privaten Entsorgungsunternehmen Rethmann Entsorgungswirtschaft GmbH & Co. KG vertraglich vereinbart wurde. Dies sollte sicherstellen, dass die angebotenen abfallwirtschaftlichen Leistungen ab dem Jahre 2004 ausschließlich und unmittelbar von Gesellschaften des Kreises erfüllt werden. Stabilität der Gebühren und Transparenz der Kosten waren die Ziele des Kreises, die damit erfolgreich umgesetzt wurden.

Im Jahr 2004 hat die AVR GmbH dann durch ihre Tochtergesellschaft – die AVR Service GmbH – auch den operativen Bereich der Müllabfuhr mit eigenem Personal und eigenen Fahrzeugen übernommen. Heute fährt die AVR mit insgesamt 40 Fahrzeugen im gesamten Kreisgebiet die Rest- und BioEnergieTonnen sowie die Grüne Tonne plus ab. Hinzu kommen noch 15 Fahrzeuge für die Abholung auf Abruf, wie die Sperrmüll- und Elektroschrottsammlung sowie weitere 13 Fahrzeuge für die Transporte zu Verwertungsanlagen oder für die Behälterverteilung. Abgerundet wird das Leistungsangebot noch durch ein eigenes Schadstoffsammelmobil, das in allen Kreisgemeinden eingesetzt wird sowie Sammelsysteme für Batterien, Energiesparlampen, Naturkorken, CDs und DVDs sowie eine umfassende Beratung zu allen abfalltechnischen Fragestellungen.

Damit gewährleistet die AVR ein umfassendes und komfortables Abholsystem für die Einwohnerinnen und Einwohner des Rhein-Neckar-Kreises.

Doch nicht nur im abfallwirtschaftlichen Bereich hat sich Alfred Ehrhard einen Namen gemacht. Er hat auch den Rhein-Neckar-Kreis auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien zu einem vorbildlichen und zukunftsweisenden Landkreis entwickelt.

Mit dem Bau des Biomasseheizkraftwerks in Sinsheim und dem Ausbau des örtlichen Fernwärmenetzes hat Ehrhard hier einen weiteren Schritt zur ökologischen und umweltfreundlichen Region gemacht und treibt so die Energiewende aktiv voran.

Die Nachhaltigkeit und die regionale Wertschöpfung sind die beiden Ziele, die durch den Einsatz von erneuerbaren Energien erreicht werden sollen. Daher hat die AVR Energie GmbH unter Ehrhards Führung das Geschäftsfeld der erneuerbaren Energien nicht nur auf den Einsatz von Biomasse beschränkt, sondern auch auf den Einsatz von Sonnenenergie und Windkraft sowie die Entwicklung von Energiedörfern und Nahwärmeinseln ausgeweitet. Die AVR Energie GmbH versteht sich hier als Motor, die Energiewende im Rhein-Neckar-Kreis aktiv umzusetzen.

Mit zwei Firmensitzen in Sinsheim bringt man Alfred Ehrhard auch in Verbindung:

Dem Einzug in das ehemalige Doduco-Gelände in der Muthstraße 4, welches derzeit umgebaut wird und dann künftig komplett für die Ämter des Rhein-Neckar-Kreises zur Verfügung steht. Als „Palazzo Prozzo“ wurde es damals bezeichnet, heute hat sich das Gebäude sehr gut in das Stadtbild integriert.

Und mit dem Bau des neuen Geschäftsgebäudes der AVR in der Dietmar-Hopp-Str. 8 hat Ehrhard wieder einmal bisher Gewohntes über den Haufen geworfen und „neue Bürowelten“ umgesetzt: Die Büroräume sind überwiegend offen, es gibt keine Trennwände zwischen den einzelnen Zimmern. Offene Durchgangsräume fördern die Kommunikation, Ruheplätze sorgen für ein abgeschirmtes Arbeiten.

Außerdem haben die Planer Wert auf nachhaltiges Bauen gelegt, die Vermeidung von schadstoffhaltigen Gütern wie Farben, Lacke, Beschichtungen und Beläge, aber auch auf die Betrachtung der Lebenszyklen der Baumaterialien und auf Energieeffizienz – ganz im Sinne des Abfall- und Energieunternehmens.

In einer Feierstunde wird Alfred Ehrhard am 03. November 2013 in den Ruhestand verabschiedet.

Durch den Kreistagsbeschluss vom 23.07.2013 wurde nicht nur der Restrukturierung der AVR Unternehmen zugestimmt, sondern auch Katja Deschner zur alleinigen Geschäftsführerin der AVR Kommunal GmbH ab dem 01. November 2013 bestellt.

Gleichzeitig übernimmt sie übergangsweise die Aufgaben als Geschäftsführerin der AVR Ver- und Entsorgungs-GmbH bis zum 30.06.2014. Danach wird diese Position mit Peter Mülbaier neu besetzt.

Quelle: AVR

Veröffentlicht am 30. Oktober 2013, 19:00
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