Bildungspolitischer Kochabend der Volkshochschulen

Landtagsabgeordnete lieben Produkte der Region

Bild v.l.n.r.: Rosa Grünstein (Mdl), Thomas Funk (MdL), Dr. Annette Feuchter (VHS Südl. Bergstraße), Gundula Sprenger (VHS Bezirk Schwetzingen), Gerhard Kleinböck (MdL), Margit Schmidt, Petra Jurkewitz, Tatjana Wunderlich (jeweils VHS Südl. Bergstraße), Dr. Katrin Sawatzki (VHS Mosbach), Silke Reck (VHS Heidelberg), Karl Klein (MdL)

(zg) Nachhaltig und lecker sollte es sein und alle Produkte möglichst frisch aus der heimischen Region stammen. Das war die Vorlage für den bildungspolitischen Kochabend, zu dem die 16 Volkshochschulen der Region Unterer Neckar ihre Landtagsabgeordneten in die Kraichgauschule nach Mühlhausen einluden. Regionalvorsitzende Renate Andres von der VHS Buchen begrüßte dazu die Landtagsabgeordneten Thomas Funk (Sinsheim), Rosa Grünstein (Altlußheim), Karl Klein (Mühlhausen) sowie Gerhard Kleinböck (Ladenburg). Bürgermeister Jens Spanberger und Schulleiter Mathias Schmitz freuten sich, dass ihre schöne Lehrküche Veranstaltungsort für diese Runde sein durfte. Die kulinarische Regie hatte Kochdozentin und hauswirtschaftliche Betriebsleiterin Margit Schmidt, die mit Leib und Seele Wissen rund ums Kochen vermittelte. Man diskutierte über nachhaltigen Fleischkonsum, nötige Tierschutzverordnungen, den Schutz der Atmosphäre und das richtige Lagern und Zubereiten von Lebensmitteln. Spätestens beim Kochen des vegetarischen Viergängemenüs erfuhren die Abgeordneten hautnah was VHS-Arbeit ausmacht: Wissensdurst und Bildungshunger wurden bei Bauländer Grünkernsuppe, Kürbis-Linsensalat mit Forelle, Krautkrapfen an Pastinaken-Kartoffelstampf und einem duftigen Herbstkompott mit Gewürzküchlein gestillt .

Dr. Herrmann Huba, Direktor des Volkshochschulverbandes Baden-Württemberg bereitete selbst das köstliche Dessert und konnte damit den Gästen seinen interessanten Vortrag über das vielfältige, flächendeckende Bildungsangebot der Volkshochschulen noch versüßen. „Integration, Inklusion, Nachhaltigkeit und Bildungsberatung sind vorrangige bildungsgesellschaftliche Aufgaben der Volkshochschulen. Um diesen Bildungsauftrag erfüllen zu können, muss auch die Finanzierung stimmen“, führte Huba aus. „Die Landesförderung 2012 entspricht einem Anteil von 7,5 Prozent an der Gesamtfinanzierung der vhs-Arbeit. Der Bundesdurchschnitt 2011 (aktuellste Zahl) beträgt jedoch 13,8 Prozent.“ Man war sich einig, dass vor allem folgende Gründe für die Erhöhung der Landesförderung in Baden-Württemberg bis 2016 auf den Bundesdurchschnitt sprechen:  Erstens der Ausbau des Angebots zur Förderung weiterbildungsferner, gering qualifizierter und einkommensschwacher Bevölkerungsgruppen durch Angebote zur Alphabetisierung, Grundbildung und zum Nachholen von Schulabschlüssen. Zum anderen durch aufsuchende Weiterbildungsarbeit, zumal es nach der PIAAC-Studie (PISA-Studie für Erwachsene) mit der Grund- und Allgemeinbildung im Land nicht zum Besten stehe. Die Landtagsabgeordneten waren sich einig, dass der demographische Wandel neue generationengerechte Bildungsmaßnahmen erfordere. Auch gewinne die Förderung des Fachkräftepotentials durch berufsvorbereitende und berufsbezogene Module, Lehrgänge und Zertifikate weiter an Bedeutung und nicht zuletzt seien die Volkshochschulen als Orte sozialer und kultureller Integration, kommunaler Willkommenskultur und als interkulturelle Kompetenzzentren von Bedeutung.
Abschließend dankte Regionalvorsitzende Andres besonders VHS Leiterin Dr. Annette Feuchter und Außenstellenleiterin Tatjana Wunderlich (beide VHS Südliche Bergstraße), die diesen genussvollen Abend vorbereitet haben. Fortsetzung erwünscht.

Veröffentlicht am 21. November 2013, 13:00
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