Der Kreislauf der Mülltonne

Was passiert eigentlich mit einer Mülltonne, wenn diese irgendwann einmal kaputt geht?

Im Rhein-Neckar-Kreis wird aus einer Mülltonne wieder eine neue Mülltonne.

Alle defekten Müllbehälter werden von der AVR Abfallverwertungsgesellschaft des Rhein-Neckar-Kreises mbH eingesammelt und zwischengelagert. Wenn eine bestimmte Menge erreicht ist, werden diese Behälter in die Betriebsstätte der AVR Gewerbe Service GmbH nach Heidelberg-Rohrbach gebracht.

Dort werden die Mülltonnen gereinigt und alle Störstoffe wie Metall, der elektronische Chip, die Räder, die Griffe und Schrauben abmontiert. Übrig bleibt nur der Hartkunststoff aus dem die Tonne zum größten Teil besteht. Wichtig ist, dass die Tonnen komplett ohne Fremdstoffe sind, denn die Mülltonnen kommen in eine große Kunststoffmühle, wo sie zu Mahlgut verarbeitet werden. Dieses Endmaterial wird dann an Mülltonnenhersteller verkauft, die es einschmelzen, mit Zusatzstoffen aufbereiten und daraus wieder neue Mülltonnen machen. Hierbei spielt die Sortenreinheit eine große Rolle, denn beim Einschmelzen zeigt sich sehr schnell, ob es sich um 100% einer Kunststoffsorte handelt oder ob noch Störstoffe in dem Mahlgut waren, das unterschiedliche Schmelzverhalten der Kunststoffsorten ist ein Indiz dafür. Die Qualitätsanforderungen an das Mahlgut sind von Seiten der Hersteller sehr hoch, schlechte Ware kann nicht weiterverarbeitet werden. In einem 1.000 kg Big Bag mit gemahlenem Granulat sind 100 g Störstoffe schon zuviel. Das Team von Betriebsleiter Dieter Schwan ist daher sehr darauf aus, dass die Kunststoffe sortenrein. Dadurch hat das Mahlgut eine hochwertige und gleichbleibende Qualität.

1.000 Tonnen an Hartkunststoffen werden jährlich in der Betriebsstätte in Heidelberg gemahlen und an Hersteller verkauft. Angeliefert werden aber nicht nur Mülltonnen sondern auch sortenreine Produktionsabfälle aus Thermoplasten wie PP, PVC, PE, ABS und diverse andere Sorten.

So kommt es, dass ein Hersteller für Autoteile Produktionsabfälle aus transparentem PVC in Heidelberg anliefert. Nach der Aufbereitung in der Kunststoffmühle wird dieses Mahlgut an einen anderen Hersteller verkauft, der daraus Grablichter herstellt.

Das Mahlgut aus Heidelberg wird europaweit verkauft und man findet es wieder in neuen Produkten wie Autorückleuchten, Kisten, Bauteilen.

Quelle: AVR

Veröffentlicht am 19. Juli 2013, 16:00
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