Erste-Hilfe-Kurs: „Bei der Führerscheinprüfung und dann nie wieder“

(zg) Im Notfall Erste Hilfe zu leisten, kann Leben retten. Doch die Kenntnisse vieler Menschen über mögliche Hilfsmaßnahmen sind oft veraltet. Dabei ist auch in Zeiten von Corona eine gefahrlose Auffrischung der Erste-Hilfe-Kenntnisse problemlos möglich.

„Viele absolvieren zur Führerscheinprüfung einen Erste-Hilfe-Kurs und beschäftigen sich dann nie wieder mit dem Thema. Das reicht jedoch nicht aus“, sagt Andreas Fetzner, Abteilungsleiter Rotkreuzdienste beim DRK-Rhein-Neckar/Heidelberg. „Wir raten jedem, alle zwei bis drei Jahre die eigenen Erste-Hilfe-Kenntnisse in einem Kurs aufzufrischen“, so Fetzner, der für die Erste-Hilfe-Ausbildung im DRK-Kreisverband zuständig ist.

DRK-Erste Hilfe Kurse für Senioren

Auf die ersten Minuten kommt es an

Jeder und jede kann in die Situation geraten, Erste Hilfe leisten zu müssen – ob im Straßenverkehr, beim Sport oder im Privathaushalt. Bis der Rettungswagen eintrifft, vergehen meist mehrere Minuten. Vor allem in lebensbedrohlichen Situationen kommt es gerade in diesen ersten Minuten nach einem Unfall auf die Ersthelfenden vor Ort an, zum Beispiel um Blutungen zu stoppen, Bewusstlose in die stabile Seitenlage zu legen, um sie vor dem Ersticken zu bewahren oder bei Herzstillstand eine Wiederbelebung durchzuführen. „Wir appellieren daher anlässlich des Welt-Erste-Hilfe-Tags an die Verantwortung aller, die eigenen Erste-Hilfe-Kenntnisse regelmäßig aufzufrischen“, sagt Andreas Fetzner.

Viele Menschen haben Angst davor, Wiederbelebungsmaßnahmen an einer betroffenen Person durchzuführen. Genau deswegen sind die praktischen Wiederholungen solcher Kompetenzen so wichtig: Sie helfen dabei, die Scheu zu überwinden, etwas falsch zu machen. In den Schulungen kann man sich in Ruhe auf eine Notsituation vorbereiten und dann im Ernstfall dazu beitragen, dass die betroffene Person bestmöglich versorgt wird und dadurch bleibende Schäden verhindert oder verringert werden.

Erste Hilfe in Zeiten der Corona-Pandemie

In einer Notsituation nicht zu helfen, ist auch in Zeiten der Corona-Pandemie keine Option. Bei einem Herz-Kreislaufstillstand ist es in der aktuellen Situation zwar vertretbar, auf Mund-zu-Mund-Beatmung zu verzichten – keinesfalls jedoch auf die Herzdruckmassage. Solche und weitere Tipps geben Andreas Fetzner und sein Ausbildungs-Team aktuell in den Erste-Hilfe-Kursen. „Für unsere Kursteilnehmer haben wir viele Vorsorgemaßnahmen getroffen, die sie selbst, aber auch unsere Ausbilder vor einer Infektionsgefahr schützen sollen“, erzählt Andreas Fetzner. So wurde etwa die maximale Teilnehmerzahl reduziert, und für inhaltliche Übungen werden feste Teampartner zugeteilt. Übungen finden nur mit Alltagsmaske statt. Dazu kommen die Maßnahmen, die sowieso jeder regelmäßig umsetzen sollte: Regelmäßiges Lüften, Händewaschen und Berührungspunkte desinfizieren.

Quelle: Felix Zubrüggen

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Veröffentlicht am 15. September 2020, 15:41
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