Es muss nicht immer ein Studium sein

FDP-Abgeordneter setzt sich für das Handwerk und gute Ausbildungsbedingungen ein

Dr. Jens Brandenburg MdB, Thomas Brunner (Schulleiter)

(zg) Um sich über die Ausbildungsmöglichkeiten in der Region zu informieren, besuchte der FDP-Bundestagsabgeordnete Jens Brandenburg die Friedrich-Hecker-Schule in Sinsheim. Die Berufsschule bietet zurzeit Ausbildungen in den Bereichen „Bautechnik“, „Holztechnik“, „Metalltechnik“, „Elektrotechnik“, „Fahrzeugtechnik“ und „Nahrung“ an. Durch ihr breites Ausbildungsangebot erreicht sie viele verschiedene Ausbildungsbetriebe und Schüler aus dem gesamten Rhein-Neckar-Kreis. In einer umfangreichen Führung zeigte Schulleiter Thomas Brunner dem Abgeordneten, wie die Umsetzung der Ausbildung vor Ort stattfindet.

Brunner berichtete von der hohen Erfolgsquote seiner Schule. Fast alle Schüler mit abgeschlossener Berufsausbildung in Sinsheim gehen aus dem Lehrverhältnis in eine Festanstellung. Auch bei den Schülern ohne jeglichen vorherigen Abschluss schaffen immerhin über 50 Prozent einen ersten Schulabschluss. Der Schulleiter merkte positiv an, dass das Engagement des Rhein-Neckar-Kreises für die berufliche Ausbildung sehr hoch sei. Dies zeige sich zum Beispiel in der vom Kreis finanzierten, modernen Ausstattung. Der Walldorfer Politiker zeigte sich über das starke Profil der Schule sehr erfreut. Eine hohe Qualität der Berufsschule sei wichtig für die Auszubildenden, die Betriebe und die Region insgesamt. Mit Sorge betrachtet der Bildungspolitiker jedoch Auflösung von Klassen in einzelnen Berufszweigen, wie zum Beispiel die anstehende Auflösung der Fleischer- und Fleischereiverkäufer-Fachklasse in Sinsheim.

Der Bildungspolitiker erkundigte sich auch nach der Nutzung des „Aufstiegs-BAföG“, das Meisterschülern ihren Karriereweg finanziell erleichtern soll. Brunner berichtete, dass es von den Schülern gut angenommen werde. Jeder zweite Meisterschüler beantrage die Förderung. Er bemängelte allerdings, dass die Bearbeitungsdauer deutlich zu lange sei. Die Meisterschüler müssten teilweise monatelang auf das Geld warten. „Das muss schneller gehen“, bekräftigte Brandenburg. Erst vor wenigen Wochen hat der Bundestag eine Reform der Fortbildungsförderung beschlossen. Brandenburg hat sich als berufsbildungspolitischer Sprecher seiner Fraktion für bundesweit einheitliche, digitale Antragsverfahren eingesetzt. Die Prüfung sei nicht aufwändig und viele Meisterschüler dringend auf das Geld angewiesen.

Zum Abschluss waren sich der Walldorfer Abgeordnete und der Sinsheimer Schulleiter einig, dass die berufliche Bildung und vor allem handwerkliche Ausbildungsberufe weiter gestärkt werden müssen. Informationskampagnen und Azubi-Botschafter an allen Schulen seien notwendig, um mehr junge Menschen für das Handwerk zu begeistern.

Quelle: Julia Klein

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Veröffentlicht am 25. März 2020, 15:25
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