Evangelische Landeskirche in Baden zählt rund 1,12 Millionen Mitglieder

Mitgliederstatistik 2019

(zg) Die Evangelische Landeskirche in Baden hat derzeit 1.116.079 Mitglieder – diese Zahl ergibt sich aus der Mitgliederstatistik, welche die katholische und evangelische Kirche in Deutschland am heutigen Freitag (26.6.) gemeinsam für das Jahr 2019 veröffentlicht haben. Demnach wurden im vergangenen Jahr 8.847 Menschen (2018: 9.575) in der badischen Landeskirche getauft. 1.325 Eintritte (2018: 1.272) standen 13.735 Austritten (2018: 12.149) gegenüber. Auch aufgrund der demografischen Entwicklung sank die Zahl der Kirchenmitglieder damit um 21.326 Menschen.

„Für die kommenden Jahre steht die Landeskirche vor der Herausforderung, mit dem sinkenden finanziellen Spielraum aufgrund der Mitgliederentwicklung und den hohen Renteneintrittszahlen bei Pfarrerinnen und Pfarrern gut umzugehen“, so Finanzreferent und Oberkirchenrat Martin Wollinsky. Nicht nur die Mitgliederentwicklung, auch die aktuelle Corona-Krise wirke sich auf den landeskirchlichen Haushalt aus. Am Mittwoch hat die Landeskirche im Landeskirchenrat daher einen Nachtragshaushalt für 2020/2021 beschlossen.

„Die Verschlechterung der Wirtschaftslage und die finanziell schwierige Situation vieler Menschen führt auch zu einem verringerten Kirchensteueraufkommen. Gleichzeitig haben wir als Gesellschaft eindrücklich vor Augen geführt bekommen, wo die Grenzen unserer Lebensweise und des durch uns Beeinflussbaren sind. Das führt Menschen verstärkt zu elementaren Fragen; dazu gehört auch die Frage nach Gott und nach ihrem persönlichen Glauben“, so Wollinsky. Die aktuelle Extremsituation zeige, wie wichtig für viele Menschen eine Begleitung durch Kirche und Diakonie sei. „Ich bin froh, dass unsere Gemeinden Wege gefunden haben, diese Begleitung zu ermöglichen.“

Mit dem aktuellen Nachtragshaushalt schaffe die badische Landeskirche, die akuten finanziellen Auswirkungen von Corona durch gezielte Sparmaßnahmen und Rücklagenentnahmen aufzufangen. „Gleichzeitig können wir unsere kirchliche Arbeit vor Ort aufrechterhalten“, erklärt der Finanzreferent. Das sei wichtig, um in lebendigen Gemeinden weiterhin nah bei den Menschen zu sein, sie mit ihren Anliegen ernst zu nehmen und in ihrem persönlichen Glaubensleben zu stärken.

Von Kürzungen bewusst ausgenommen werde im Nachtragshaushalt der kirchliche Entwicklungsdienst, der als wichtiger Teil weltweiter Solidarität gerade jene Länder unterstütze, welche von der Corona-Pandemie besonders betroffen seien.

Quelle: Heike Gundacker

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Veröffentlicht am 30. Juni 2020, 13:38
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