Hannelore Kraft beim SPD-Neujahrs-empfang: Der Weg ist das Ziel!

(zg) Kaum konnte die Rudolf-Wild-Halle in Eppelheim alle Besucher fassen: Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin von NRW und derzeit wohl populärste Sozialdemokratin, war als Gastrednerin zum Neujahrsempfang der SPD-Kreisverbände Rhein-Neckar und Heidelberg gekommen.

In einem kurzen und durchaus humorvollen Jahresrückblick handelte MdL Thomas Funk als Kreisvorsitzender der SPD Rhein-Neckar alle wichtigen Menschen und Ereignisse des Jahres 2012 ab bis hin zum prognostizierten Weltuntergang, der glücklicherweise nicht stattgefunden hat. Die SPD könne 2013 mit Stolz ihr 150-jähriges Jubiläum feiern, denn sie sei Garant für die demokratische Kultur unseres Landes. Dafür warb Funk um Mitarbeit und Unterstützung, denn „die Demokratie braucht engagierte Bürger“.

„Für eine gute Politik braucht man Entschlossenheit, Inhalte und gute Kandidaten“, unterstrich Hannelore Kraft und freute sich in diesem Zusammenhang besonders über Frank Mentrups Wahlerfolg zum Oberbürgermeister von Karlsruhe. Die 150-jährige Geschichte der SPD mache sie stolz, auch, weil die Grundwerte wie Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität immer noch Bestand haben. Vieles sei vorangekommen in diesen 150 Jahren, bisweilen unter persönlichen Opfern. Dabei erinnerte sie an den Mut des früheren SPD-Vorsitzenden und Reichstagsabgeordneten Otto Wels, der 1933 in der letzten freien Rede im Parlament mit allen SPD-Abgeordneten Hitlers Ermächtigungsgesetz ablehnte.

Freiheit, betonte sie, ist nicht nur die Freiheit des Einzelnen und mahnte Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit an. Die Gemeinschaftsschule ist hier ein Schritt in die richtige Richtung. „Auch um Gerechtigkeit muss immer neu gekämpft werden“, appellierte Kraft und lobte in diesem Zusammenhang das jüngst in Baden-Württemberg durchgesetzte Tariftreuegesetz als vorbildlich. Auch Geringverdiener müssten die Chance haben, eine Familie zu gründen und von ihrer Hände Arbeit leben zu können. Gerechtigkeit bedeute deshalb auch, dass Mieten bezahlbar bleiben, Vermögende mehr Steuern zahlen und eine Finanztransaktionssteuer der ganzen Gesellschaft zugute kommt.

Solidarität, vor allem mit benachteiligten Kindern und Jugendlichen ist Hannelore Kraft erkennbar eine Herzensangelegenheit: Menschen ohne Schulabschluss und ohne Ausbildung dürften der Gesellschaft nicht verloren gehen. Ziel müsse es stattdessen sein, alle mitzunehmen. „Mit Vorbeugung kann zudem viel Geld gespart werden“, merkte Kraft an. Da bis 2020 etwa 600000 Fachkräfte fehlen, müsse dringend gehandelt werden. Gleiches gelte auch für ein schlüssiges, kluges Rentenkonzept um für die Zukunft gewappnet zu sein.

Mit großer Begeisterung und mit Standing Ovations dankten die Besucher Hannelore Kraft für ihre mitreißende Rede. Nach einer kurzen Talkrunde, in der sich die drei SPD-Bundestagskandidaten Lothar Binding, Dr. Lars Castellucci und Daniel Born dem Publikum präsentierten, erhielt Hannelore Kraft zum Abschied als Borussia- Fan ein Mönchengladbacher Fußballtrikot mit der Rückennummer „Hannelore 10“, das ihr sichtlich gefiel.

Quelle: Maria Seuren

 

Veröffentlicht am 24. Januar 2013, 15:00
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