Hoffe Zwo unterliegt nach Tiefschlaf Mainz klar

1:4 (0:3) gegen die U23 des 1.FSV Mainz 05 – „Hoffe zwo“ hat am 23. Spieltag der Regionalliga Südwest die Anfangsviertelstunde völlig verschlafen. Nach 14 Minuten lag das Team von Trainer Marco Wildersinn bereits 0:3 hinten und rannte diesem Rückstand anschließend erfolglos hinterher. In der Schlussminute sah zudem Moody Chana noch die Rote Karte.

PERSONAL & TAKTIK

Nach dem 2:3 gegen Walldorf nahm Wildersinn gleich fünf Änderungen in der Startformation vor. Nick Fennell, Tim Hüttl, Deji Beyreuther, der im zweiten Durchgang eingewechselt wurde, Rui Monteiro Mendes und Tim Linsbichler blieben diesmal draußen, für sie rückten Lucas Zeller, Kapitän Philipp Strompf nach langer Verletzungspause, Chinedu Ekene, Domenico Alberico und Franko Kovačević in die erste Elf. Die TSG agierte mit einer Dreierreihe, Ekene und Luis Görlich auf den Außenpositionen davor, Alberico und Samuel Lengle im zentralen Mittelfeld sowie Andreas Ludwig zwischen der Doppelspitze Jan Ferdinand und Kovačević.

Der Mainzer Trainer Bartosch Gaul wechselte gegenüber der letzten Begegnung (0:1 gegen Walldorf) drei Mal. Marius Liesegang stand für Florian Müller im Tor, Florian Bohnert ersetzte den Ex-Hoffenheimer Corey Lee Anton im Mittelfeld und Lucas Hermes stürmte für Jonathan Burkhardt.

DER SPIELFILM

7

Tor Für Mainz!
Das geht schlecht los. Die TSG scheint gedanklich noch gar nicht richtig da zu sein. Simon Brandstetter profitiert von einem schlampigen Aufbauspiel und schließt eiskalt zur frühen Mainzer Führung ab.

11

Tor für Mainz!
Der Weckruf verhallt ungehört. Thomas Rekdal spaziert durch das Mittelfeld und setzt Brandstetter in Szene, der zwar an TSG-Keeper Luca Philipp scheitert. Doch der Abpraller landet vor den Füßen Rekdals, der ins leere Tor einschiebt.

14

Tor für Mainz!
Einwurf auf Höhe der Grundlinie, Hermes auf Brandstetter, Tor. Klingt einfach, sieht auch so aus, 0:3.

18

Fast das 0:4! Rekdal auf Hermes, der trifft aus rechter Position den Außenpfosten.

 

19

Ferdinand bedient Ekene, der die Kugel im Sechzehner kontrollieren kann, dicht bedrängt aber nicht zum Abschluss kommt und abgedrängt wird. Der Anschlusstreffer lag hier in der Luft, am Ende aber kein Problem für Liesegang im 05-Tor.

 

45

„Wir waren in den ersten 15 Minuten gar nicht auf dem Platz“, schnaubte Wildersinn nach der desolaten Anfangsviertelstunde. „Da haben wir das Spiel einfach so hergeschenkt.“

 

50

Tor für Mainz!
Jonathan Meier nagelt das Spielgerät ans Lattenkreuz. Aufatmen, aber nur für ein paar Sekunden, es kommt die zweite Welle, dann köpft Brandstetter zum 0:4 ein.

 

55

Ludwig zieht aus 18 Metern ab, Liesegang muss sich strecken – und klärt zur Ecke.

 

57

Gelb-Rot für Brandstetter in einer unübersichtlichen Situation. Nach seinem Dreierpack hat der ehemalige Zweitliga-Spieler wohl genug und meckert dem Unparteiischen zu viel an einer Entscheidung herum.

 

84

TOR FÜR DIE TSG!
Auch die mehr als halbstündige Überzahl kann „Hoffe zwo“ keinen frischen Wind einhauchen. Es bedarf eines Freistoßes von Robin Szarka aus 30 Metern, den Liesegang wohl als Flanke erwartet hatte, um wenigstens den Ehrentreffer zu erzielen.

 

90

Zu allem Überfluss fliegt Moody Chana mit der letzten Aktion der Begegnung noch vom Platz. Er lässt Cyrill Akono ziehen und zupft ihn vor dem Strafraum am Trikot. Notbremse, Rote Karte – der Freistoß verpufft.

 

90

„Wir haben uns im zweiten Durchgang zu wehren versucht, leider haben uns die Mittel gefehlt. Das Sturmduo Hermes und Brandstetter haben wir nicht in den Griff bekommen und leider auch aus dem Platzverweis für Brandstetter kein Kapital schlagen können“, so Wildersinn. „Gegen eine andere U23 so zu verlieren, ist bitter. Wir müssen jetzt nicht den Notstand ausrufen, aber vor dem nächsten Spiel in Elversberg einiges ändern.“

DIE SZENE DES SPIELS

Vor der Partie verliest Stadionsprecher Horst Heinlein bewegende Zeilen. Unter der Woche verstarb im Alter von 83 Jahren Theo Berberig. Für den ehemaligen ersten Vorsitzenden der TSG Hoffenheim (1981 bis 1989 und 1991 bis 1997) gibt es eine Gedenkminute, die U23 spielt wie schon zuvor die U19 mit Trauerflor.

DIE ZAHL DES SPIELS

14 – so wenige Minuten hat noch kein Gegner im Dietmar-Hopp-Stadion benötigt, um drei Tore vorzulegen.

DAS STENOGRAMM

TSG Hoffenheim II – 1.FSV Mainz 05 II 1:4 (0:3)
Hoffenheim: Philipp – Zeller (46. Beyreuther), Chana, Strompf – Görlich, Lengle (68. Szarka), Alberico, Ekene (76. Tubluk) – Ludwig – Kovačević, Ferdinand.
Mainz: Liesegang – Fedl, Akoto, Kölle – Bohnert, Rekdal (69. Kersthold), Peitz, Wähling, Meier (78. Scheithauer) – Brandstetter, Hermes (87. Akono).
Tore: 0:1 Brandstetter (7.), 0:2 Rekdal (11.), 0:3 Brandstetter (14.), 0:4 Brandstetter (50.), 1:4 Szarka (84.). Zuschauer: 140. Schiedsrichter: Jonas Weickenmeier. Karten: Gelb für Kovačević / Wähling; Gelb-Rot für Brandstetter (57., wegen Meckerns); Rot für Chana (90., Notbremse).

Quelle: TSG 1899 Hoffenheim


Weitere Berichte Über die TSG 1899 Hoffenheim  in unserer Rubrik: TSG 1899 Hoffenheim

Veröffentlicht am 9. März 2020, 09:35
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