Märchenhafter Beginn der 1. Sinsheimer Buchwoche

Brüder-Grimm-Abend in der Stadtbibliothek

(zg) Am „Welttag des Buches“, begann die „1. Sinsheimer Buchwoche“  der Stadtbibliothek Sinsheim in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Doll und bücherland.

Zu Beginn des Brüder-Grimm-Abends erklärte die Leiterin der Stadtbibliothek, Daniela Kemmet, dass die UNESCO 1995 den „Welttag des Buches“ als Tag des Lesens eingeführt habe.

Klaus Gaude von der Buchhandlung Doll begrüßte Stefan Sell, der an diesem Abend zu „Grimm – Mein Klang der Märchen“ Märchen erzählte und meisterlich Gitarre spielte.

„Das wahre Märchen von der Gitarre“ war die erste Geschichte, die allerdings nicht von den Brüdern Grimm stammt. Vor etwa 250 Jahren baute ein armer spanischer Schreiner eine Gitarre, die zum Vorbild für die klassische akustische Konzertgitarre wurde, wie sie bis heute gebaut wird. Die elektrische Gitarre wurde erst vor 90 Jahren in den USA erfunden, wobei der bunte Einbrenndruck der ersten E-Gitarren in einem Backofen gehärtet worden war.

Mit einem selbst komponierten Stück mit vielen raffinierten elektronisch erzeugten Effekten leitete er zu den Märchen über.

Er erzählte gekonnt einige unbekanntere Märchen, die Jakob und Wilhelm Grimm  vor 200 Jahren veröffentlicht hatten. Mit Stimme und Gesten verlieh er den verschiedenen Figuren eine Lebendigkeit, die die Zuhörer begeisterten. Seine Darstellung der Märchen begleitete und unterstrich er mit größtenteils selbst komponierten Gitarren-Stücken.

Nach der Pause erzählte Stefan Sell ein wenig über das Leben der berühmten Brüder. Ein Leben lang wohnten sie zusammen, am Anfang versorgt von ihrer Mutter, dann von ihrer jüngsten Schwester. Als diese heiratete, meinte der ältere, Jakob, „Einer muss heiraten“. Folgsam heiratete Wilhelm die Nachbarstochter und die Haushaltsführung der beiden war gesichert. Sie sammelten nicht nur Märchen, sondern schrieben auch das erste deutsche Wörterbuch, kamen aber nur bis „F“. Erst 123 Jahre später wurden die 33 Bände vollendet.

Nach ein paar weiteren, unterhaltsam vorgetragenen Geschichten spielte er zum Schluss, an den Anfang anknüpfend,  einen Flamenco mit einem Handrührgerät auf der E-Gitarre.

Auch dies gefiel den Anwesenden und wurde mit reichlich Applaus belohnt.

Daniela Kemmet und Klaus Gaude bedankten sich mit einem Präsent für den märchenhaften Brüder-Grimm-Abend

Quelle: Stadt Sinsheim, Stadtbibliothek

Veröffentlicht am 28. April 2013, 06:00
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