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Öffentliche Wasserstellen außer Betrieb genommen: Fehlende Genehmigungen führen zu Aufsehen

16. Mai 2023 | > Sinsheim, Gesellschaft, Leitartikel, Natur und Umwelt, Photo Gallery

Die vorübergehende Schließung öffentlicher Wasserentnahmestellen aufgrund fehlender wasserrechtlicher Genehmigungen sorgt in den Ortschaftsräten für Unmut. Dieses Problem betrifft ausschließlich die Stadt Sinsheim im Rhein-Neckar-Kreis, wie Bernd Kippenhan, Leiter des städtischen Amtes für Infrastruktur, betonte. Die Kommune benötigt diese Genehmigungen, um Wasser aus Quellen, Bächen oder Brunnen entnehmen zu dürfen.

Die Bewohner von Hilsbach und Weiler haben eine besondere Beziehung zu ihren Wasserentnahmestellen, ähnlich wie Hindus zum heiligen Fluss Ganges in Indien. Daher herrschte Bestürzung in den Ortschaftsratssitzungen, als bekannt wurde, dass die öffentlichen Wasserspender vorübergehend geschlossen sind.
Bevor eine mögliche Wiederinbetriebnahme der Wasserstellen erfolgen kann, sind umfangreiche Untersuchungen und möglicherweise sogar bauliche Veränderungen an den bestehenden Gewässern erforderlich. Ortsvorsteher Manfred Wiedl erläuterte, dass es eine Quelle gibt, deren Wasser in den Bärenbrunnen fließt. In Anbetracht einer vorhandenen Zisterne gab Bernd Kippenhan ihm Hoffnung, dass die Wasserentnahmestelle möglicherweise bald wieder geöffnet werden könnte.
Ortschaftsrat Hans-Jürgen Brandner betonte die historische Bedeutung der örtlichen Quellen, die bereits lange vor der Eingemeindung Hilsbachs zur Kühlung der Milch, Tränkung des Viehs und zum Gießen genutzt wurden. Er forderte eine differenzierte Betrachtung der Situation und betonte, dass die örtlichen Gegebenheiten andere Voraussetzungen schaffen. Der Ortsvorsteher stimmte dem zu und betonte, dass er erneut auf die Problematik aufmerksam machen werde.
In Hilsbach hofft man ebenso wie im benachbarten Weiler darauf, dass die Wasserentnahmestellen bald wieder geöffnet werden können. Die unerwartete Trockenlegung sorgt für Ärger. Landwirt Friedhelm Holzwarth äußerte seine Frustration über den plötzlichen Mangel an kostenfreiem Wasser, insbesondere angesichts der Gärten und Streuobstwiesen, für die kürzlich Bäume gespendet wurden. Er klagte über die teure Alternative, das Wasser aus dem Bodensee für das Gießen verwenden zu müssen.
Ortsvorsteher Martin Gund erklärte die kurzfristige Schließung aus Sicht einiger Bürgerinnen und Bürger mit den bereits im letzten Jahr aufgetretenen Problemen hinsichtlich der Wasserknappheit. Nun fehlen jedoch die notwendigen wasserrechtlichen Genehmigungen, was zu diesem drastischen Schritt geführt hat.

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