Rheumaliga – Der Kampf um das Beste Konzept

(zg) Landesweiter Workshop der Rheuma-Liga zum Thema »Fibromyalgie« am 5.Oktober 2013 in der Stadthalle Sinsheim

Cirka 1,5 Millionen Menschen leiden in Deutschland an einer Krankheit, die schwer zu erklären ist – dem Faser-Muskel-Schmerz, der Fibromyalgie.

Muskelschmerzen, Müdigkeit und Magen-Darm-Störungen sind nur einige der Symptome. Die Diagnose ist schwierig. Unerträgliche Schmerzen in allen Gelenken und Sehnenansätzen des Körpers, chronische Erschöpfung, Konzentrationsschwäche, Schlafstörungen, Muskelsteifigkeit, Infektanfälligkeit und depressive Episoden: Dies ist  eine typische Symptomkonstellation bei der Fibromyalgie. Mit Schmerzmitteln und anderen Medikamenten aus der Schmerztherapie versucht man den Symptomen Einhalt zu gebieten.

Die Verläufe der Fibromyalgie können vielfältig und individuell sehr verschieden sein. Brennende, schneidende, dumpfe oder bohrende, am ganzen Körper auftretende Schmerzen und Muskelverspannungen gehören dazu. Die Betroffenen sind einerseits kälteempfindlich, schwitzen aber vermehrt. Manche Patienten haben Magen-Darm-Beschwerden. Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme) können verstärkt auftreten und Atemnot die Erkrankung begleiten.

Kein Wunder, dass es für die behandelnden Ärzte sehr schwer ist, die Fibromyalgie zu erkennen bzw. eine gesicherte Diagnose zu stellen.

Vom Fibromyalgie- Patienten erfordert das Abklären der Erkrankung viel Geduld in den Wartezimmern der Fachärzte, denn „Krankheiten mit ähnlichen Symptomen müssen zunächst ausgeschlossen werden“.

Der Beginn der Krankheit verläuft meist schleichend. Leichte Rückenschmerzen breiten sich immer mehr aus. Dann gesellen sich die anderen Beschwerden dazu. „Je länger die Erkrankung unbehandelt anhält, desto größer die Wahrscheinlichkeit für seelische Probleme und Depressionen“, meint Gessler. Typisch für die Fibromyalgie ist auch ein Verlauf in Schüben. Relativ ruhige Krankheitsphasen mit beschwerdefreien Stunden wechseln sich mit Phasen völliger Erschöpfung und starken Schmerzen ab.

Eine Erklärung für diese Krankheit gibt es bislang noch nicht. Man spricht von einer „gestörten Schmerzverarbeitung“ bei den Patienten. Das Verhältnis schmerzstillender und Schmerz auslösender Neurotransmitter ist bei der Fibromyalgie aus dem Gleichgewicht gekommen.

Die Behandlung der Fibromyalgie ist genauso individuell wie die Erkrankung selbst. Es gibt eine Reihe von Medikamenten, darunter Schmerzmittel, Antidepressiva, Muskelrelaxanzien und Antiepileptika, die alle wirksam sind. Behandlungsansätze geben in erster Linie Hilfe zur Selbsthilfe, sind immer interdisziplinär und müssen auf die individuelle Situation des Patienten zugeschnitten sein. Die Schmerztherapie zielt darauf ab, den Effekt hemmender Botenstoffe in Gehirn und Rückenmark medikamentös zu verstärken

Die Erkrankung zählt zum rheumatischen Formenkreis und die Rheuma-Liga hat sich unter dem Motto „Hilfe die bewegt“ auch die Patienteninformation mit auf die Fahne geschrieben.

Das 8. Patientenforum speziell für Fibromyalgie-Patienten, Multiplikatoren und Fachleuten findet in diesem Jahr am 5. Oktober in der Stadthalle in Sinsheim statt. Schwerpunktthema ist „Der Kampf um das Beste Konzept“ . Als Vortragsreferenten konnten Dr. Peter Trunzer aus Bad Rappenau und Dr. Jürgen Wild aus Bad Säckingen gewonnen werden.

Workshops zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte fordern zum aktiven Mitmachen auf.

Weitere Infos zum Veranstaltungsprogramm, Ablauf und Anmeldungen sind heute schon über die Homepage der Rheuma-Liga : www.rheuma-liga-bw.de , über Edeltraud Kühn (Landessprecherin)

E-Mail: [email protected] oder über die Landesgeschäftsstelle in Bruchsal möglich.

Rheuma-Liga Baden Württemberg e.V., Kaiserstr. 18, 76646 Bruchsal, ( 07251-9162-0

E-mail: [email protected]

Quelle: Ute Witt

Veröffentlicht am 27. August 2013, 16:00
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