Polizei kontrolliert Motorradfahrer auf der L550 bei Sinsheim – mehrere Verstöße festgestellt
Mit Beginn der wärmeren Jahreszeit steigt auch die Zahl der Motorradunfälle. Um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, führte das Polizeipräsidium Mannheim am Mittwochnachmittag eine Schwerpunktkontrolle des motorisierten Zweiradverkehrs auf der L550 zwischen Sinsheim und Sinsheim-Weiler durch.
Bei Motorradunfällen mit schweren Folgen zählen vor allem zu geringer Sicherheitsabstand, riskante Überholmanöver bei unklarer Verkehrslage sowie überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit zu den häufigsten Ursachen. Die Polizei weist deshalb darauf hin, dass insbesondere eine vorausschauende Fahrweise, geeignete Schutzkleidung, technisch einwandfreie Motorräder und Fahrsicherheitstrainings entscheidend zur Unfallvermeidung beitragen können.
Bei der Kontrolle waren zehn Beamtinnen und Beamte der Verkehrspolizeiinspektion im Einsatz. Zwischen 16 und 19.30 Uhr überprüften sie insgesamt 68 Motorradfahrer. Dabei stellten die Einsatzkräfte neun Verstöße fest.
Bei zwei Motorrädern führten technische Veränderungen zum Erlöschen der Betriebserlaubnis. Auch eine zu laute Abgasanlage wurde beanstandet und hatte den Verlust der Betriebserlaubnis zur Folge. Zudem stellten die Beamten fest, dass bei einem Motorrad die Leistungsdrosselung entfernt worden war. Der Fahrer verfügte dadurch nicht über die erforderliche Fahrerlaubnis.
Weitere Beanstandungen betrafen einen abgefahrenen Vorderreifen, einen verbotenen Radar-Warner an einem Motorrad sowie drei Fahrzeuge mit technischen Mängeln, bei denen die Halter zur Beseitigung der Mängel aufgefordert wurden.
Die Kontrollaktion wurde von vielen Motorradfahrern positiv aufgenommen und bot Gelegenheit zum Austausch zwischen Polizei und Verkehrsteilnehmern. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Mannheim sind weitere Kontrollen dieser Art bereits geplant, um schwere Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Motorradfahrern nachhaltig zu verhindern.






