Was uns bewegt

Die Badische Landesbühne stellt ihren Spielplan 2013/2014 vor

(zg) Die Badische Landesbühne hat auf einer Pressekonferenz am Mittwoch in Bruchsal ihren Spielplan 2013.2014 vorgestellt. Unter dem Motto Was uns bewegt soll es im Abendspielplan und im Kinder- und Jugendtheater insgesamt 15 Neuinszenierungen geben.

Was uns bewegt ist ein Motto, das individuelle wie gesellschaftliche Veränderung zum Thema macht. Wir wollen untersuchen, was uns in Bewegung setzt und was wir – das Theater, das Publikum und beide gemeinsam – bewegen können“, erklärte Intendant Carsten Ramm zu Beginn der Pressekonferenz. „Wir sind froh, dass für uns die Kunst jetzt wieder im Vordergrund stehen kann. Das Land Baden-Württemberg, die Stadt Bruchsal und alle Kommunen und Landkreise des Trägerverbandes haben eine neue Finanzierungsvereinbarung mit festgeschriebenen Zuschusserhöhungen abgeschlossen. Das gibt und Planungssicherheit bis 2016.“

Eröffnet wird die Spielzeit am 19. September 2013 auf der Großen Bühne mit Mutter Courage und ihre Kinder von Bertolt Brecht. „Unser Land führt Krieg, wir trauern um Soldaten, aber wir verdienen gut am Krieg: Legale und illegale Rüstungsexporte sind an der Tagesordnung. Brechts Kriegschronik ist eine hochaktuelle Parabel auf die brutalen Widersprüche unserer Zeit. Es wäre schön, wenn es anders wäre“, so Carsten Ramm, der das Stück selbst inszenieren wird.

Der Abendspielplan wartet mit sieben weiteren Premieren auf:

Danton! Tod? nach Georg Büchner (Regie: Mehdi Moinzadeh)

Die Kaktusblüte von Pierre Barillet und Jean-Pierre Grédy (Regie: Jürgen Lingmann)

Das Bildnis des Dorian Gray von Oscar Wilde (Regie: Carsten Ramm)

Endstation Sehnsucht von Tennessee Williams (Regie: Wolf E. Rahlfs)

Der Chinese von Benjamin Lauterbach (Regie: Olivier Garofalo)

Baumeister Solness von Henrik Ibsen (Regie: Carsten Ramm)

Trilogie der Sommerfrische von Carlo Goldoni (Regie: Carsten Ramm)

Joerg Bitterich, seit Beginn der laufenden Spielzeit Leiter des Kinder- und Jugendtheaters der Badischen Landesbühne, stellte für seine Sparte sieben Neuinszenierungen vor. „Wir beginnen mit Ramayana von Karen Köhler, einem Stück um den jahrtausendealten indischen Mythos des Gottes Rama. Die Auseinandersetzung mit uns fremd erscheinenden Kulturen und Wertesystemen begreifen wir als zentrale Aufgabe eines zeitgemäßen Kinder- und Jugendtheaters. Wir freuen uns, diese Uraufführung für unseren Spielplan an Land gezogen zu haben“, so Bitterich, der das Stück auch inszenieren wird.

Weiter zeigt das Kinder- und Jugendtheater:

Emil und die Detektive von Erich Kästner (Regie: Joerg Bitterich)

Über die Grenze ist es nur ein Schritt von Michael Müller (Inszenierung: Katharina Schmidt)

Die Leiden des jungen Werther von Johann Wolfgang Goethe (Regie: Ulf Goerke)

Trauriger Tiger toastet Tomaten von Nadia Budde (Uraufführung; Regie: Jule Kracht)

Superman ist tot von Holger Schober (Regie: Joerg Bitterich)

Till Eulenspiegel nach dem bekannten Volksbuch (Regie: Judith Kriebel)

Olivier Garofalo, Dramaturg der Badischen Landesbühne und ab Beginn der neuen Spielzeit Chefdramaturg des Hauses, stellte weitere Projekte vor. Die Matineereihe Café Europa wird fortgesetzt und auf die Mitgliedsgemeinden des Trägerverbandes ausgedehnt. In szenischen Lesungen werden acht Persönlichkeiten, hauptsächlich Schriftsteller, vorgestellt, die ein bewegtes Leben geführt haben und mit ihrer Arbeit etwas bewegen wollten, darunter Rosa Luxemburg, Hannah Arendt, Thomas Brasch, Bertolt Brecht und Georg Büchner.

Das Bürgertheater Utopolis, das in der laufenden Spielzeit erste Schritte gemacht hat, wird seine Arbeit aufnehmen und für das Frühjahr 2014 eine Inszenierung zum zukünftigen Leben in der Stadt Bruchsal erarbeiten. In Zusammenarbeit mit dem Cineplex Bruchsal wird es dazu eine Kinoreihe geben, in der in Spielfilmen und Dokumentationen Zukunftsvisionen auf die Leinwand kommen.

„Es ist noch keine 24 Stunden her, dass wir aus dem Ministerium für Wissenschaft und Kunst die Nachricht erhalten haben, dass wir für unser Projekt Utopolis aus dem Innovationsfond des Landes zusätzliche 28.000 Euro bekommen. Jetzt können wir richtig loslegen“, freute sich Intendant Carsten Ramm.

Das gesamte Angebot der Badischen Landesbühne wird wie gewohnt von einem umfangreichen theaterpädagogischen Programm begleitet, dass sich an alle Schulen des Spielgebietes und darüber hinaus an alle theaterbegeisterten jungen und nicht mehr jungen Menschen richtet.

Quelle: Badische Landesbühne

Veröffentlicht am 25. Mai 2013, 06:00
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