1.100 Gäste beim DMG-Jahresfest

(zg). Die Deutsche Missionsgemeinschaft (DMG) hilft Bürgerkriegsflüchtlingen aus Syrien. Davon berichtete Elisabeth Z., eine Ärztin des großen christlichen Hilfswerkes, bei dessen Jahresfest am 21. April auf dem Buchenauerhof. Es war ein bunter, informativer Erlebnistag mit rund 1.100 Gästen aus ganz Deutschland, die sich über die Projekte der 400 DMG-Mitarbeiter in aller Welt informierten, sowie einem bunten Kindermissionsfest. Ärztin Elisabeth Z., die in einem Nachbarland von Syrien tätig ist, erklärte in ihrem Seminar: „Täglich treffen bis zu 3.000 Flüchtlinge in meinem Einsatzland ein, sie benötigen Hilfe aller Art.“

Die Medizinerin arbeitet im Orient in einer Gemeinschaftspraxis mit einem weiteren Arzt und fünf Krankenschwestern, Pharmazeuten und Physiotherapeuten anderer Organisationen zusammen. Sie behandeln kostenlos 400 Patienten im Monat, zwei Drittel davon Flüchtlinge. „Viele Syrer sind traumatisiert und dankbar für Seelsorge, Trost und Gebet“, berichtete die Ärztin. „Einen jungen Mann mit Schussverletzung konnten wir behandeln, sodass er heute wieder gehen kann. Einer älteren Frau mit verwundetem Arm zeigte unser Physiotherapeut Übungen, sie kann jetzt ihren Arm wieder bewegen“, berichtete Elisabeth Z. aus ihrer Arbeit. Ein weiteres Ehepaar der DMG hilft Kriegsflüchtlingen vor Ort: „Seit Monaten versorgen sie mehr als 50 Familien mit Nahrung, Kleidung, Öfen, Heizmaterial und medizinisch.“ Spenden an die DMG für „Flüchtlingshilfe Syrien“ werden an Mitarbeiter und Partner im Nahen Osten weitergeleitet.

Frühlings-Erlebnistag der besonderen Art

Beim Kindermissionsfest ging es ausgesprochen fröhlich zu: „Lachen weil …“ war das Motto, unter dem rund 200 kleine Gäste eine kunterbunte Clownshow mit Musikmissionar Frank Bosch (Kroatien) erlebten. Lachen, weil es Hoffnung gibt für die Welt. Weil Gott Kinder liebt – und ihm auch die Kleinen wirklich wichtig sind. Begeistert sangen die Kinder Lieder von Frank Bosch und seinen Clowns mit. Danach ging es raus zur Spielstraße, wo sie sich bei Aktionsspielen aus aller Welt und in der Piratenschiff-Hüpfburg austoben konnten

Missionsausstellung und Projekte

Ihre Eltern schauten derweil die bunte Missionsausstellung an. Hier zeigten DMG-Mitarbeiter, festlich in Gewänder ihrer Einsatzländer gekleidet, Exotisches und Informatives aus anderen Kulturen und erklärten Gästen ihre Projekte. Hier ließ man sich arabischen Kaffee und mosambikanische Nüsse munden und hörte Neues über Ausbildung und Straßenkinderhilfe in Afrika oder Sozialarbeit in Zentralasien. Musikalisch überzeugte die Band der neuen Missionare Arne Clemm, Daniel und Myriam Zinser und ihrer Freunde mit modernem Worship. Die neuen Missionare gehen beispielsweise für medizinische Hilfe nach Haiti, in die Bibelübersetzung nach Mexiko und Jugendarbeit nach Mittelamerika.

Ladet ein zum Fest des Lebens
„Jesus kommt wieder, das ist der Zielpunkt der Weltgeschichte und unsere Motivation, warum wir Menschen selbstlos mit Gottes Liebe beschenken“, erklärte Dr. Detlef Blöcher, der Direktor der DMG. In der Bibel werde der Moment, wenn Jesus eines Tages wiederkomme, mit einem riesigen Fest verglichen, bei dem Menschen aus allen Völkern dabei sind, so Blöcher. Beispielsweise vom Volk der Roma in der Ostslowakei. „In der Stadt Spišská Nová (Zips) haben sich im vergangenen Jahr Hunderte Roma für Jesus entschieden, Tausende treffen sich Woche für Woche zu Gottesdiensten“, berichtete der Missionsleiter: „Alkoholiker werden frei, Familien heil und Kredithaie geben Schuldnern ihr Geld zurück.“

Der vergessene Krieg

Andrew Howes (Personalleiter für Afrika) erinnerte an die Not in der Zentralafrikanischen Republik. Im März 2013 hatten die islamisch dominierten Séléka-Rebellen die Hauptstadt Bangui erobert und Präsident Bozizé vertrieben. Die Gewalt dauere an, auch wenn in Deutschland kaum darüber berichtet wird. Howes forderte dazu auf, für Frieden in Zentralafrika zu beten. „Dörfer und Städte werden überfallen, Menschen systematisch vertrieben und Häuser geplündert, viele verstecken sich in den Wäldern.“ Die Lage sei katastrophal. Die Berichte von Mitarbeitern wie Howes gingen ans Herz. So war das Jahresfest der DMG ein fröhlicher Erlebnistag mit nachdenklichen Stimmen und der Botschaft, dass es sich lohnt, die Liebe Gottes in die Welt hinauszutragen.

Quelle: Theo Volland

Veröffentlicht am 25. April 2013, 13:00
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