Bleiben Sie informiert  /  Sonntag, 22. März 2026

Informationen von Hier

Termine, Adressen, Vereine,
Lokalpolitik, Berichte und
Wirtschaftsinformationen

Direkt zur Redaktion

[email protected]

Ehrenrunden sind ineffizient und teuer

22. Februar 2013 | Das Neueste, Politik

Handwerkstag drängt auf rasche Reform des Übergangssystems

(zg)  „Wenn das Übergangssystem in eine Berufsausbildung führen soll, dann hat es seinen Namen nicht verdient“, befindet Landeshandwerkspräsident Joachim Möhrle. Denn in vielen Fällen werde allenfalls der Übergang in eine weitere schulische Maßnahme vermittelt. Schon der Sinn der Ehrenrunde in der Schule sei mehr als fraglich, umso mehr gelte dies für die Warteschleifen danach. Der Landtagsausschuss für Kultus, Jugend und Sport setzt sich heute unter anderem mit diesem Thema auseinander.

Das eigentliche Ziel, der Übergang in eine Berufsausbildung und die Vorbereitung auf das spätere Berufsleben, werde verfehlt, monierte Möhrle. Handwerksbetriebe berichteten regelmäßig, dass sie wieder von vorne beginnen müssten, wenn sie Auszubildende aus sogenannten Berufsvorbereitungsklassen übernehmen. Da müsse die Frage erlaubt sein, ob solche Maßnahmen überhaupt noch zeitgemäß seien oder ob sich beispielsweise die Lehrerstellen nicht effektiver einsetzen ließen. Möhrle: „Schlimm genug, dass das derzeitige System ineffizient ist und teuer für den Steuerzahler, es stiehlt auch noch den jungen Leuten Lebenszeit und sorgt für Demotivation.“

Der Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT) begrüßt daher die im Ausbildungsbündnis Baden-Württemberg gestarteten Reformbemühungen. „Die Ergebnisse der Beratungen müssen dann aber auch eins zu eins von der Landesregierung und den sonstigen Partnern des Ausbildungsbündnisses umgesetzt werden“, mahnte Möhrle an. Das Handwerk fordert neben einem höheren Anteil von Betriebspraktika in der Berufsvorbereitung vor allem einen Schulabschluss für jeden Jugendlichen und den Direkteinstieg leistungsbereiter Jugendlicher in eine berufliche Ausbildung. Wenn ein Jugendlicher noch keinen Abschluss hat, sei es die originäre Aufgabe der Schulen, ihnen zu einem Hauptschulabschluss zu verhelfen. „Es ist aber nicht die Kernaufgabe der beruflichen Schulen, Jugendliche zu einer mittleren Reife oder gar zum Abitur zu führen“, betonte Möhrle. Das Handwerk stehe zu seinem Angebot, auch leistungsschwächeren, aber leistungsbereiten Jugendlichen eine Brücke in die berufliche Ausbildung zu bauen.

Quelle: Handwerk BW, Eva Hauser

 Sinsheim – Veranstaltungen / Gewerbe

Werbung

Hier könnte Ihr Link stehen

Themen

Zeitreise

Archiv

Hier könnte Ihr Link stehen

Sinsheim Veranstaltungen

Das könnte Sie auch interessieren…

Sanierung der Steinsfurter Straße

Sanierung der Steinsfurter Straße (L533) – Start des neuen Bauabschnitts am 30. März 2026 Ab Montag, den 30. März 2026, beginnt in der Steinsfurter Straße (L533) der zweite Bauabschnitt der laufenden Sanierungsarbeiten. In diesem Abschnitt wird der Knotenpunkt...

Autofahrerin verliert Kontrolle auf der A6 und prallt gegen Leitwand

Eine 39-jährige Autofahrerin hat am Donnerstagabend auf der A6 zwischen den Anschlussstellen Sinsheim und Wiesloch die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren und ist verunglückt. Der Unfall ereignete sich gegen 22:45 Uhr in Fahrtrichtung Mannheim. Nach bisherigen...

TSG vor Spitzenspiel bei RB Leipzig

Ilzer: „Wir freuen uns auf diese Aufgabe“ – TSG vor Spitzenspiel bei RB Leipzig Am Freitagabend trifft die TSG Hoffenheim auf RB Leipzig (20:30 Uhr, Liveticker in der TSG-App und auf tsg-hoffenheim.de). Cheftrainer Christian Ilzer äußerte sich auf der Pressekonferenz...