Auf Beutezug gefasst

(pol) Er war nach polizeilichen Erkenntnissen rund 10 Jahre aktiv und erbeutete mit seiner Masche mehrere Hunderttausend Euro. Jetzt konnte aufgrund der guten Zusammenarbeit der Ermittler in unterschiedlichen deutschen Städten dem Berufsverbrecher das Handwerk gelegt werden. Er wurde heute in einem Bürokomplex in Mannheim festgenommen. Den entscheidenden Tipp erhielten die Baden-Württembergischen Ermittler aus Düsseldorf.

Unter anderem mit dem beigefügten Bild aus der Überwachungskamera eines Düsseldorfer Geldinstitutes fahndete die hiesige Kriminalpolizei im August 2012 nach einem gewieften Dieb und Betrüger. Der hagere Mann mit der Halbglatze ging bei seinen Taten immer auf dieselbe Art und Weise vor. In großen und anonymen Bürokomplexen erbeutete er die EC- und Kreditkarten sowie die Personalausweise (BPA) der männlichen Angestellten und plünderte anschließend deren Konten. Wie der eigentliche Kontoinhaber ging er einfach an die Kasse der jeweiligen Bank und hob (auch unter Vorlage des BPA) teils sehr große Bargeldbeträge ab. Bei seinem letzen Coup in Mannheim bzw. Heidelberg erbeutete er so 44.000 Euro. Wenn die Bankangestellten bei Vorlage des Ausweises die in der Regel nicht vorhandene Ähnlichkeit mit dem Passfoto ansprachen, hatte der 46-Jährige immer kreative Ausreden parat.

Im Zuge der Fahndung des Polizeireviers HD-Mitte in Heidelberg erfuhren die Ermittler auch von der Suche der Kollegen in München, Köln und schließlich auch in Düsseldorf nach demselben Tatverdächtigen. Hier in Düsseldorf, beim Kriminalkommissariat 32, war es den Ermittlern bereits gelungen, den Gesuchten zu identifizieren. Die Hinweise auf dessen Identität zusammen mit gestochen scharfen Fotos des Täters, versetzten die Heidelberger in die Lage, dem Berufsverbrecher das Handwerk zu legen. Er wurde heute Morgen auf einem erneuten Beutezug in einem Bürogebäude in Mannheim festgenommen.

Der stark drogenabhängige, gebürtige Rheinländer wurde mittlerweile mit fünf Haftbefehlen gesucht und war seither auf der Flucht und ohne festen Wohnsitz. Die Ermittler schreiben ihm rund 50 Taten mit einem Gesamtschaden von mehreren Hunderttausend Euro zu.

Veröffentlicht am 28. Juli 2013, 09:09
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