Bleiben Sie informiert  /  Dienstag, 23. Juni 2026

Informationen von Hier

Termine, Adressen, Vereine,
Lokalpolitik, Berichte und
Wirtschaftsinformationen

Direkt zur Redaktion

[email protected]

Gegen das Vergessen

25. November 2019 | Das Neueste, Neckarbischofsheim

SPD Ortsverein Neckarbischofsheim, Helmhof, Untergimpern

Gedenkstunde zum 81.Jahrestag der Zerstörung der Neckarbischofsheimer Synagoge in den Morgenstunden des 10.Novembers 1938

Zur Gedenkstunde am 9.November am Platz der ehemaligen Synagoge zum 81.Jahrestag der Zerstörung der Neckarbischofsheimer Synagoge konnte Walter Zeller neben zahlreichen Besuchern auch die Enkelin von Ernst Wolff Tracy Powell-Rudy mit ihrem Mann Chris begrüßen, die extra aus New York angereist waren.

In seiner Begrüßungsrede ging er auf die sich häufenden antisemitischen, rechtsradikalen und menschenverachtenden Vorfälle in der Bundesrepublik ein. Heute sei deshalb für jeden wichtiger denn je, Haltung zu zeigen und laut aufzustehen, und zwar überall dort wo die Würde eines Menschen verletzt wird. Allein Artikel 1 unseres Grundgesetzes „Die Würde des Menschen ist unantastbar!“ müsse das Denken und Handeln bestimmen – überall und jederzeit und ohne wenn und aber.

Am Beispiel von Ernst Wolff machte er danach klar, wohin es führt, wenn die Würde des Menschen mit Füßen getreten wird.

Ernst Wolff stammte aus einer alteingesessenen Neckarbischofsheimer Familie. Er kämpfte im 1.Weltkrieg auf der Seite Deutschlands und war 1919 aktiver Spieler in der Gründungsmannschaft des TSV Neckarbischofsheim. Dem Fußball blieb er immer verbunden. Die gutgehende Getreidehandelsfirma Wolff & Sohn kam bald nach der Machtergreifung der NAZIS in eine wirtschaftliche Schieflage, da die Kunden glaubten, bei Juden nichts mehr bezahlen zu müssen. 1937 konnte Ernst Wolff gerade noch aus Deutschland fliehen. Seine Schwester Erna wurde mit ihrem Mann und ihren 3 kleinen Kindern wie auch Ernst Wolffs Onkel Max und dessen Frau Irma in den Gaskammern von Auschwitz – Birkenau umgebracht. Bis zu seinem Tod machte sich Ernst Wolff Vorwürfe, weil er seine Schwester und ihre Familie nicht hatte retten können. Ernst Wolffs Sohn Kurt Jacob bedankte sich kurz vor seinem Tod an Pessach 2018 für die Verlegung der Stolpersteine zum Andenken an seine Familie in der Hauptstraße 36 – 38.

Auch Bürgermeisterin Tanja Grether mahnte in ihrer Rede zu „Wachsamkeit, um jederzeit gegen Rassismus und Antisemitismus ein Zeichen zu setzen“.

Der Verein für Heimatpflege und die SPD Neckarbischofsheim bedanken sich bei allen Mitwirkenden: bei den Vertretern der evangelischen, katholischen und neuapostolischen Kirche, namentlich Pfarrerin Stephanie Ultes, Pfarrer Joachim Maier und Gemeindevorsteher Manfred Wolff, für ihre Beiträge, beim Kirchenchor der neuapostolischren Kirche für die Umrahmung der Gedenkstunde und bei Firma Dries für den alljährlichen Blumenschmuck.

Quelle: Stadt Neckarbischofsheim

Anzeige Swopper

 Sinsheim – Veranstaltungen / Gewerbe

Werbung

Hier könnte Ihr Link stehen

Themen

Zeitreise

Archiv

Hier könnte Ihr Link stehen

Sinsheim Veranstaltungen

Das könnte Sie auch interessieren…

Großes Interesse an den Veranstaltungen zur Welt-Kontinenz-Woche

Großes Interesse an den Veranstaltungen zur Welt-Kontinenz-Woche Die Veranstaltungen im Rahmen der diesjährigen Welt-Kontinenz-Woche der GRN Gesundheitszentren Rhein-Neckar stießen in der Region auf großes Interesse. An den Standorten Sinsheim, Eberbach und Weinheim...

19-Jähriger flüchtet vor Polizeikontrolle – Drogen, Waffen und Falschgeld sichergestellt

Verfolgungsfahrt von Sinsheim bis Mosbach: Polizei stellt 19-Jährigen nach riskanter Flucht Ein 19-jähriger Autofahrer hat sich am frühen Samstagmorgen einer Polizeikontrolle entzogen und sich eine gefährliche Verfolgungsfahrt von Sinsheim bis in den Raum Mosbach...

Zwei Verletzte bei Verkehrsunfall

Auffahrunfall auf der A6 bei der Rastanlage Kraichgau Süd Bei einem Verkehrsunfall auf der A6 in Fahrtrichtung Heilbronn sind am Freitagmittag zwei Personen leicht verletzt worden. Gegen 11:50 Uhr waren ein 45-jähriger Ford-Fahrer und eine 72-jährige Skoda-Fahrerin...