Klimafasten: Individual-Entscheidung versus Systemwandel

(zg) Die christliche Tradition des Fastens gedenkt in den sieben Wochen vor Ostern dem Leiden Christi. Der Verzicht auf lieb gewonnene Gewohnheiten, hat das Ziel, frei für neue Gedanken und andere Verhaltensweisen zu werden und Körper und Geist zu reinigen.
„Schon heute leiden Tieren, Pflanzen und auch Menschen unter den Folgen des Klimawandels – zu aller Ungerechtigkeit vor allem in den Ländern, die am wenigsten Treibhausgase emittieren.“ erklärt die Landtagskandidatin der Klimaliste Baden-Württemberg Johanna Legnar.
Um dem Klimawandel entgegen zu wirken, entstand die Idee des Klimafastens. Das Auto stehen lassen, Strom und Heizung sparen, vegetarisch oder vegan essen: Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten durch eigene Verhaltensänderungen das Klima zu schonen.
Frau Legnar ernährt sich seit sieben Jahren vegan, nutzt fast ausschließlich das Fahrrad oder die Bahn, kauft überwiegend bio und/oder unverpackt und bezieht Ökostrom. Diese Lebensweise bedeutet für die Kandidatin jedoch kein Verzicht: „Auf dem Fahrrad bin ich an der frischen Luft, und tue etwas für meine Fitness und in der Bahn habe ich Zeit zu lesen. Seit ich mich vegan ernähre habe ich Lebensmittel probiert, die ich zuvor noch nie gegessen hatte.“
Seit bald zwei Jahren beschäftigt sich Frau Legnar mit Klimagerechtigkeit und eignete sich in dieser Zeit viel Wissen über dieses komplexe Thema an. Aus Sicht der Kandidatin, ist es jedoch den Bürger:innen nicht zumutbar, sich einen ausreichenden Wissensstand zu erwerben um klimafreundliche Konsumentscheidungen treffen zu können: „Das Problem ist nicht, dass Menschen Kohlestrom beziehen, sondern dass dieser weiterhin verfügbar ist. Hier ist ein Systemwandel dringend erforderlich.“
In den 2000ern seien beispielsweise handliche Stadtautos auf den Markt gekommen. Darauf folgte der SUV. Für den Boom hin zu großmotorigen, schweren Geländewagen seien nicht die Arbeitnehmer:innen oder Kund:innen verantwortlich. Für Frau Legnar sind hier vielmehr strategischen Fehlentscheidungen der Unternehmensführungen ursächlich: „Es kann nicht sein, dass ignorierte Grenzwerte von den Politiker:innen wieder gerade gebogen werden.“
Wirtschaftliche Interessen würden in der Politik mehr berücksichtigt als der Schutz unserer Lebensgrundlagen. Genau dagegen möchte sich die Kandidatin einsetzen und stattdessen klimagerechte und wissenschaftliche Politik in den Landtag bringen: „Damit wir Bürger:innen in einer Weise leben können, bei der wir ein ruhiges Gewissen haben.“
Am Donnerstag den 25.2. findet um 17 Uhr eine Online-Veranstaltung vom Postillion e.V. zum Thema „Bundesmodellprojekt Jugendliche Mobilität“ mit der Kandidatin Johanna Legnar statt. Die Zugangsdaten können per Mail erhalten werden. Kontakt:
[email protected]
www.klimaliste-bw.de
Quelle: Johanna Legnar

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Veröffentlicht am 17. Februar 2021, 12:45
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