Wann lohnt es sich, einen Kredit für eine Umschuldung aufzunehmen?

Eine Umschuldung kann der entscheidende Rettungsanker sein, wenn man Probleme hat, seine Rechnungen zu begleichen. Eine Umschuldung kann zu einem niedrigeren Zinssatz, einer längeren Rückzahlungsfrist oder einem insgesamt niedrigeren Kreditsaldo führen. Wir zeigen Ihnen, was eine Umschuldung überhaupt ist und was man vor einer Beantragung beachten sollte.

Foto: stevepb auf Pixabay.com

Was ist eine Umschuldung?

Von einer Umschuldung wird gesprochen, wenn ein Gläubiger in Absprache die Bedingungen eines Kreditvertrags ändert und dadurch Ratenzahlungen erschwinglicher werden. Es können auch mehrere alte Darlehen vereint und diese dann gebündelt in einem neuen Darlehensvertrag abgelöst werden. Zukünftig werden dadurch nicht mehr wie bisher mehrere Raten zu verschiedenen Zeitpunkten vom Girokonto abgebucht. Stattdessen muss der Schuldner nur noch einen einzigen Kredit bedienen.

Eine Umschuldung kommt prinzipiell für alle Kreditarten infrage. Egal, ob es sich um einen gewöhnlichen Ratenkredit, eine Finanzierung für eine Einbauküche oder einen Dispokredit handelt. Hier lässt sich ein für eine Umschulung geeigneter Kredit schnell & einfach finden.

Was sind die Vorteile einer Umschuldung?

Privatpersonen profitieren von einer Umschuldung vor allem auf diese Weise:

  • Es ist wesentlich übersichtlicher, wenn mehrere bestehende Kredite in einem neuen gebündelt werden kö
  • Man muss jeden Monat nur noch eine planbare monatliche Rate zu einem festen Zeitpunkt zahlen.
  • Durch einen niedrigeren Zinssatz erhöht sich der finanzielle Spielraum für den Kreditnehmer.
  • Günstige Konditionen sorgen im Idealfall dafür, dass man die Tilgungsraten erhöhen kann und sich dadurch die Rückzahlung des Darlehens beschleunigt.

Welche Kosten fallen für eine Umschuldung an?

Die Kosten für die Umschuldung von Ratenkrediten sind gesetzlich geregelt. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr darf die vom Kreditgeber verlangte Vorfälligkeitsentschädigung höchstens 1 Prozent der Restschuld betragen. Bei kürzeren Restlaufzeiten liegt der Maximalbetrag sogar bei nur 0,5 Prozent. In solchen Fällen ist die Kalkulation der Kosten also unkompliziert und transparent möglich.

Welche Voraussetzungen müssen für eine Umschuldung vorliegen?

Für eine Umschuldung wird zumeist die Abgabe einer Schufa-Auskunft verlangt. Häufig lehnen Banken die angefragte Umschuldung eines Kredits im Falle eines negativen Schufa-Eintrags ab, da ihnen das Risiko zu hoch ist.

Wer kann Privatpersonen bei der Umsetzung helfen?

Eine Schuldnerberatung kann einen Schuldner bei der Rückzahlung von Schulden unterstützen und begleiten. Sie hilft auch bei der Planung und Durchführung einer Umschuldung. Unbedarfte Personen können sich von einem Schuldnerberater zum Beispiel ausrechnen lassen, ob die Konditionen eines Umschuldungsangebots hinsichtlich seiner Laufzeit oder der Höhe der Zinsen überhaupt vorteilhaft sind.

Wann lohnt sich eine Umschuldung?

Eine Umschuldung lohnt sich immer dann, wenn durch den neuen Kredit insgesamt eine geringere monatliche Rate anfällt als durch die abgelösten Altkredite. Wenn man wegen der vorzeitigen Ablösung eines Kreditvertrags eine Vorfälligkeitsentschädigung entrichten muss, müssen diese Kosten natürlich ebenfalls einkalkuliert werden.

Gibt es eine Alternative zu einer Umschuldung?

Überschuldete Verbraucher haben in Deutschland die Möglichkeit, sich durch ein Insolvenzverfahren von ihrem Schulden zu befreien. Eine Privat- oder Verbraucherinsolvenz ist selbst dann möglich, wenn während der gesamten Verfahrenslaufzeit kein pfändbares Einkommen erzielt wird oder kein Vermögen vorhanden ist. Durch eine Reform des Insolvenzrechts sind seit Oktober 2020 nur noch drei Jahre Laufzeit nötig, bis man seine kompletten Schulden los ist.

Durch die Restschuldbefreiung können Schuldner unter bestimmten Voraussetzungen von nicht erfüllten Verpflichtungen gegenüber ihren Gläubigern befreit werden. Noch offene Restschulden werden also quasi gelöscht, selbst wenn man sie nicht vollständig begleichen konnte. Damit soll ihnen die Chance auf einen wirtschaftlichen Neuanfang gegeben werden.

Fazit: Umschuldung

Eine Umschuldung kann ein guter Weg für Personen sein, die Schwierigkeiten mit der pünktlichen Begleichung ihrer Raten haben oder immer weiter Schulden anhäufen. Sie kann ihnen helfen, die Finanzen wieder in den Griff zu bekommen und einen Zahlungsausfall zu vermeiden. Diese Art der Konsolidierung dauert in der Regel aber eine Weile. Bei akuten Problemen sollte zunächst umgehend die Hilfe einer Schuldnerberatung in Anspruch genommen werden.

Veröffentlicht am 22. November 2022, 18:57
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